Ökumene eint Kommunen

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Die Kinder der Regenbogenschule trommelten mit den verschiedensten Instrumenten mal laut und mal ganz leise.

Münster - Ökumene wird in Münster und Eppertshausen nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt. Von Jasmin Frank

Am Samstag saßen auf dem ökumenischen Familientag die beiden evangelischen Pfarrer Ulrich Möbus und Christoph Sames ganz entspannt mit dem katholischen Gemeindereferenten Hermann Danz an einem Tisch und unterhielten sich über das Programm des Tages. Daran beteiligt waren nicht nur die katholischen Kirchen der beiden Kommunen sowie die evangelischen Gemeinden in Münster und Altheim, sondern auch die Münsterer und Altheimer Kindergärten sowie die dortigen Grundschulen – die gute Zusammenarbeit über die Ortsgrenzen hinweg spielt sich also nicht nur in den Rathäusern ab.

„Eppertshausen ist in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei, worüber wir uns besonders freuen. Mitgemacht haben die katholische Pfarrgemeinde St. Sebastian und der katholische Kindergarten, deshalb kommen sicher auch viele Eppertshäuser Familien heute in die Kulturhalle nach Münster“, freute sich Pfarrer Möbus.

Auch einige Münsterer Vereine steuerten etwas zum Gelingen des Tages bei. So machte das Jugendorchester des Musikvereins den Auftakt der Veranstaltung und der Männergesangsverein hatte Theresia Uglik abgesandt, die gemeinsam mit einigen Kindern ihres Regenbogenchores ein kleines Projekt auf die Füße stellte. „Wir wollen die Kinder, die heute hier zu Besuch sind, zum Singen einladen und mit ihnen gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst gestalten. Vielleicht macht es ihnen ja so viel Spaß, dass sie dabei bleiben und einem Kinderchor beitreten“, hoffte die engagierte Chorleiterin, die auch in beiden Orten aktiv ist und in Eppertshausen die „Singing Kids“ des Liederkranzes dirigiert.

Trommeln kündigten den Auftritt an

Doch bevor der Gesang starten konnte, wurde erst einmal lautstark getrommelt, denn Chor und Band der Altheimer Regenbogenschule zogen mit zahlreichen verschiedenen Rhythmusinstrumenten auf die Bühne. Angeleitet von ihren Lehrerinnen Angela Mieth und Julia Häfner zeigten sie, dass sie in ihrem Repertoire auch ganz leise Töne unterbringen können.

Doch Auftritte und Vorführungen waren am Familientag nicht die Hauptsache, unter dem Motto „Wasser des Lebens“ gab es zahlreiche Stationen zum Mitmachen. Und wegen der sommerlichen Hitze war eine Anlaufstelle besonders gefragt: Im schönsten Sonnenschein hatte die Kindertagesstätte „Im Rüssel“ mehrere Swimmingpools aufgebaut. Dort wurde jedoch nicht geplanscht, sondern experimentiert. „Mit Wasser kann man komplexe Zusammenhänge sehr gut veranschaulichen. Alleine die Frage ‚Was geht unter und was schwimmt?’, regt die Kinder zum Nachdenken an. So finden sie heraus, dass eine Knetkugel untergeht und eine Knetschale eben nicht“, informierte Leiterin Petra Becker.

Größere Kinder ließen Boote mit Luftballonantrieb übers Wasser flitzen, während kleinere sich beim Angelspiel fit machten. Alle waren sich aber einig: In zwei Jahren werden sie wieder kommen, wenn der nächste ökumenische Familientag stattfindet.

Quelle: op-online.de

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