Holzwürmer auf der Arche Noah

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Musikalischer Höhepunkt des ökumenischen Familientags war das Mitmachmusical mit Noahs Holzwürmern, bei dem alle kräftig mitsangen.

Münster - Was schon auf der Gewerbemeile funktioniert, klappt auch im kirchlichen Bereich: Der ökumenische Familientag vereint die Kommunen und Konfessionen. Von Ursula Friedrich 

Hier war der Wurm drin, genauer gesagt sogar zwei! Am Samstagnachmittag ging es beim ökumenischen Familientag in der Kulturhalle hoch her. Zu den Höhepunkten des munteren Programms für Menschen ab Kindergartenalter zählte das Mitmachtheater der beiden Holzwürmer Boris und Bora. Das Chemnitzer Duo Gabi und Amadeus Eidner hatte sich als Holzwurmpärchen in die Arche Noah gefuttert. Spielend, singend und begeisternd spannten die christlichen Liedermacher vor rund 150 Gästen den Bogen vom Kulturprogramm zum Bibelstoff.

Im Foyer der Kulturhalle hatten die kleinen Protagonisten zuvor bereits zwei Stunden lang Vollgas gegeben. Ein vielseitiges Spiel- und Kreativangebot füllte beide Etagen der Halle bis in den letzten Winkel. Forscherwerkstatt, Bausteinstation, Schminktisch, Bewegungparcours und Perlenatelier boten jede Menge Abwechslung.

Erstmals waren beim ökumenischen Familientag fünf Kirchengemeinden sowie Kindergärten und Schulen mit im Boot. „Wir machen zum ersten Mal mit“, sagte Pfarrer Johannes Opfermann von der evangelischen Friedensgemeinde Eppertshausen. „Wir möchten uns auf diese Weise für Kinder und Familien öffnen.“ Zielgruppe waren Kleinkinder bis zu Kindern im Grundschulalter nebst Anhang.

Ein Erfolgsmodell

Impulsgeber für die gelungene interkommunale und konfessionelle Zusammenarbeit waren hiesige Wirtschaftsunternehmen. Was auf der Gewerbemeile der Nachbarkommunen Eppertshausen und Münster gelingt, diente als ein gelungenes Beispiel für das christliche Miteinander. Über die Grenzsteine der Gemeinden hinaus trug der Familientag auf konfessionellem Boden Früchte.

Die starke Resonanz mit über 200 Besuchern zeigte, dass hier ein Erfolgsmodell entwickelt wurde, das immer mehr Akteure mitreißt. Die Mira-Lobe-Schule bot ein anspruchsvolles Kreativprogramm, konfessionelle Kindergärten bastelten mit ihren Gästen, Grundschullehrer machten hier gerne Überstunden, Firmlinge und Konfirmanden halfen mit. Christentum mit Leben zu füllen und vielleicht einen Weg ins Gemeindeleben aufzuzeigen steckte ebenfalls als Intention im Projekt.

Der Familientag, der in einem dreijährigen Turnus veranstaltet wird, erfordert viel Vorbereitungszeit. „Ein ganzes Jahr“, schmunzelte Pfarrer Bernhard Schüpke von der katholischen Kirchengemeinde St. Michael in Münster, der beim Aufräumen selbst mit anpackte.

Quelle: op-online.de

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