Österlich ins Schwarze getroffen

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Bei Waidmannsheil können selbst die Kleinsten ganz gefahrenlos schießen und sich so die Ostereier sichern. Tüchtig war der Osterhase, der beim Schützenverein Waidmannsheil schon vor dem Fest vorbeihoppelte und für Max, Anika und Fenna Überraschungen im Gras versteckte.

Münster - Auf dem Gelände des Schützenvereins Waidmannsheil hoppelte der Osterhase schon eine Woche früher vorbei. Auf der üppig blühenden Wiese hinter der Vereinsgaststätte gingen kleine Gäste am Palmsonntag begeistert auf Ostereiersuche. Von Ursula Friedrich

Die Schützen hatten ein rundes Osterpaket geschnürt, um Ausflügler, Vereinsmitglieder und neue Freunde des Schießsports einzuladen. Während auf dem Bogenschießplatz wie einst bei Robin Hood mit Pfeil und Bogen hantiert wurde, sonnten sich viele Gäste im just eröffneten Biergarten. Hier ließen sich nicht nur die wärmenden Strahlen der Frühjahrssonne einfangen – in der Küche herrschte Hochkonjunktur. Feine Fischgerichte, knusprige Pommes, knackige Salate und mehr wurden serviert.

Im Schützenstand drehte sich alles ums bunte Osterei. Besucher konnten mit dem Luftgewehr die Eier für das Osterfest selbst erlegen. „Man zielt auf eine Übungsscheibe, für jeden Treffer gibt es ein Ei“, erklärte Jugendtrainerin Claudia Grimm. Weil bereits ganz junge Menschen gerne mitmachen möchten, laut Gesetz jedoch noch keine Waffe bedienen dürfen, hat der Verein ein Lasergewehr angeschafft. Damit durften selbst die Kleinsten ganz gefahrlos ins Schwarze zielen – ohne Munition.

„Unser Ostereierschießen richten wir seit über zwanzig Jahren aus“, sagte Sigrid Vollhardt, die ihren Vorstandsposten zwar kürzlich niederlegte, doch als „Mädchen für alles“ zwischen Küche und Kinderbelustigung herumwirbelte. Um den Vereinsmitgliedern etwas zu bieten, neue anzuwerben und Anreize für Ausflüger und Besucher zu schaffen, hat sich der 140 Mitglieder starke Traditionsverein immer breiter aufgestellt.

Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen

Vom klassischen Schützenverein, 1926 gegründet, ist zwar der Schießsport geblieben, doch um diese Kernaufgabe ranken sich zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen. Seit 2008 der Bogensport hinzu kam, boomt diese Vereinssparte. Mit viel Kraft und Herzblut organisieren die Vereinsaktiven den Betrieb des Vereinslokals. In Spitzenzeiten stehen Bedienstete in der Küche, die vor allem mit feinen Fischspezialitäten werben. „Ein richtiger Wirt wäre für uns ein Glücksfall“, meinte Sigrid Vollhardt. Über einen Mangel an Publikum im üppig blühenden Biergarten und dem liebevoll österlich dekorierten Gastraum konnte sie sich allerdings nicht beklagen.

Als Veranstalter und guter Gastgeber punktet Waidmannsheil inzwischen ebenso wie als Ausbilder in den verschiedenen Schützenständen. „Wir organisieren Planwagenfahrten, Traktorsafaris, machen bei den Jugendkulturtagen in Münster und bei den Ferienspielen mit“, erklärte Sigrid Vollhardt.

Während viele Besucher auf der idyllisch gelegenen Sportanlage bei perfekten Wetterbedingungen die Seele baumeln ließen, ging es im Schießstand sportlich zu. Die aktiven Schützen, derzeit rund 70, traten in einem vereinsinternen Wettstreit mit Kleinkaliber-Gewehren und Sportpistolen an. Beim ebenfalls traditionellen Frühjahrsanschießen siegte Wolfgang Arndt mit dem Kleinkaliber-Gewehr, zweiter wurde Roland Sieber gefolgt von Paula Bolko auf Platz drei.

Ostermarkt in Babenhausen

Ostermarkt in Babenhausen

Mit der Sportpistole siegte Heiko Vollhardt, Platz zwei ging an Paul Bolko, gefolgt von Roland Siebert.

Alles Wissenswerte rund um den Verein gibt es auch im Internet. Interessierte sind jederzeit zum Schnuppertraining willkommen.

Quelle: op-online.de

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