Mit Weihnachtsmarkt

Tag der offenen Tür an Aue-Schule

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Der Kinderchor der Kennedy-Schule machte in der Aue-Schule schon mal seine Aufwartung. Seine Mitglieder schauten sich dabei schon mal die weiterführende Lehranstalt an.

Münster - Für Viertklässler geht die Grundschulzeit bald zu Ende. Welche weiterführende Schule die passende ist, treibt Eltern und Schüler um. Von Ursula Friedrich 

Die Schule auf der Aue mobilisierte rund 1000 Schüler, Kollegium und Elternschaft, um Eltern beim Irren durch die Schullandschaft des Kreises zu überzeugen. Einhellige Botschaft: Hier lässt sich gut ankern! Französische Chansons, spanisches Theater, besinnliches Weihnachtskonzert oder Rockbühne – die Integrierte Gesamtschule präsentierte sich am Samstag als kunterbunte Schulgemeinde. Zugegeben: Der Tag der offenen Tür mit angekoppeltem Nikolausmarkt war nichts für schwache Nerven. Denn sämtliche Aueschüler – fast 1000 an der Zahl – Kollegium, engagierte Eltern und nicht abebbende Schlangen interessierter Besucher sorgten für ungeheures Gedränge vom Foyer bis in den letzten Klassensaal.

Hier schmetterten die Kinder des Kennedy-Chores Weihnachtslieder, dort wurden Plätzchen und Gebasteltes feil geboten, Schulleiterin Sabine Behling-Schmidt lud potenzielle neue Schüler und Eltern zur Infoveranstaltung. Die Schulband gab ebenso Vollgas wie passionierte Sportler.

Kontakt zu Nachbarländern

Sie verkauften gutgelaunt Weihnachtsplätzchen für die Klassenkasse und informierten übers vielfältige Angebot an der Schule auf der Aue.

Zum dritten Mal wurde der Nikolausmarkt in die Veranstaltung integriert. Hier boten Achtklässler Gebackenes, Genähtes und Gebasteltes feil, um das Sparschwein für das kommende Schuljahr zu füttern. Dann stehen wieder Reisen ins europäische Ausland an. Polen und die Schweiz, Irland, vielleicht auch Spanien sollen im Rahmen des Schüleraustauschs 2014 bereist werden. Hier punktet die Integrierte Gesamtschule bereits mit etwas Besonderem: Ihren Kontakten zu Schulgemeinden in den Nachbarländern. Weitere Besonderheit: Spanisch kann an der Schule auf der Aue als zweite Fremdsprache erlernt werden, alternativ Latein oder Französisch. Die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasialzweig (G9) seit diesem Schuljahr ist bei vielen Eltern ein zusätzliches Argument, das Kind auf die Aue-Schule zu schicken. „Die Rückkehr zu G9 wurde bei uns im Kollegium mit großer Mehrheit beschlossen“, so Aue-Pressereferent Axel Preiss. Neu seit diesem Schuljahr ist auch der Aue-Club, der das pädagogische Mittagsangebot an der familienfreundlichen Schule noch ergänzt. „Wir bieten von 12.50 bis 15.20 Uhr ein pädagogisches Programm an“, erläuterte die Sozialpädagogin Claudia Römer.

Weitere Informationen gibt es im Internet.

Nach dem Mittagessen gibt es Haushaufgabenhilfe, Bastelangebote, Chillen und mehr, alles kostenfrei. Wem in den Nachmittagsstunden langweilig ist, kann außerdem aus einem umfangreichen AG-Programm kulturelle oder sportliche Aktivitäten (meist kostenlos) nutzen. Ein großes Augenmerk liegt auf der musikalischen Förderung der Aue-Schüler. Spezielle Musikklassen, Chor, Orchester, Schulband und Kurse, in denen Instrumente erlernt werden können, tragen dem Status als Schule mit musikalischem Schwerpunkt Rechnung. Der Radius, aus dem die Schüler wochentags einpendeln, umfasst primär Münster und Eppertshausen, tangiert jedoch auch Dieburg, Groß-Umstadt, sogar Aschaffenburg. „Pro Jahrgang haben wir etwa 180 Schüler“, so die Direktorin, gut 55 Prozent von ihnen lernen im Gymnasialzweig. Das Kollegium zählt 95 Pädagogen sowie eine Sozialpädagogin und Honorarkräfte, die eine weitere wichtige Philosophie an der Gesamtschule umsetzen: das soziale Lernen.

Die Ausbildung von Streitschlichtern und Schulpaten (Buddys) soll dazu beitragen, Konflikte zu lösen. Aber auch den Kleinsten, die bald die neuen fünften Klassen füllen werden, große Schüler zum Start ins neue Schulleben an die Hand geben.

Quelle: op-online.de

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