34. Oktoberfest

Sieben von zehn kommen in Tracht

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Ausgelassen war die Stimmung beim Oktoberfest. Am Samstag waren kurz nach Einlass alle Sitzplätze besetzt - beispielsweise von diesen feschen Madln.

Münster - Mit rund 500 Besuchern am Samstagabend und einer noch größeren Gästeschar am Sonntag verwöhnte die Freiwillige Feuerwehr (FF) Münster am Wochenende insgesamt mehr als 1 000 Feierwütige mit bayrischer Gemütlichkeit.

Dem 34. Oktoberfest des Vereins waren drei Tage Arbeit allein für den Aufbau vorausgegangen. „Das Oktoberfest ist in jedem Jahr unsere größte Veranstaltung“, hob am Wochenende in Andreas Dollheimer der Pressesprecher der Münsterer Wehr hervor. Bedeutung habe das Fest nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht - mit den Einnahmen finanziert der Verein Wünsche der Einsatzabteilung, steckt viel Geld aber auch in den Nachwuchs wie die „Feuerzwerge“ -, sondern auch mit Blick auf den Zusammenhalt und die Geselligkeit. „Wir haben am Donnerstag, Freitag und Samstag aufgebaut - so etwas schweißt zusammen“, sagte Dollheimer. Josef Haus, Vorsitzender des Feuerwehr-Vereins, hatte kürzlich im Interview mit unserer Zeitung ebenfalls den Stellenwert gerade des Oktoberfests betont. Damit motiviere man die Kräfte der Einsatzabteilung.

Verdienter Brandschützer hin oder her - wer am Samstagabend zur Feier in der komplett ausgeräumten Fahrzeughalle einen Sitzplatz ergattern wollte, musste schlicht früh vor Ort sein. „Wir haben um 18.30 Uhr eingelassen, um 18.45 Uhr waren alle Sitzplätze besetzt“, so Dollheimer. Trotz des mit drei Euro sehr moderaten Eintritts hatte die FF mit dem Waidler Wahnsinn wieder eine Gruppe von hoher Stimmungsmacher-Qualität verpflichtet. Sie spielte auch schon im Vorjahr. Zum „Prosit der Gemütlichkeit“ würden mehr und mehr Gäste den Bierkrug mit Autofahrerfreundlichem heben: „Besonders alkoholfreies Weizen wird bei uns stark nachgefragt, ist nicht mehr wegzudenken“, sagte Dollheimer. Am Ausschank unterstützte die Wehr eine zehnköpfige Delegation des SV Münster, aber auch der Stammtisch des Ehrengemeindebrandinspektors Franz Orth. Offizieller Startschuss fürs Personal am Zapfhahn war der Bieranstich von Walter Blank, dem neuen Rathaus-Chef Gerald Frank, FF-Chef Haus sowie Gemeindebrandinspektor Florian Kisling.

Während am Samstag bis tief in die Nacht das pure Feiern im Fokus stand - in Tobias Fieres legte ein DJ nach den letzten Akkorden der Band noch bis in die Morgenstunden in der Bar auf -, rückte am Sonntag auch die Arbeit der Wehr in den Blickpunkt. Unter anderem informierte die Rettungshundestaffel aus Babenhausen, warb die FF Münster um neue Förderer. Am zweiten Oktoberfest-Tag spielten die Mosbacher Musikanten Zünftiges. Auf den Tellern landeten Haxen, Schweinsbraten und Weißwürste - letztere ausnahmsweise ganz und gar nicht bayrisch-traditionell auch nach 12 Uhr mittags.

jd

Quelle: op-online.de

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