Wienerwald-Musik zum Jahresauftakt

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Mit vielen Streichern versetzte das Orchester die Besucher in Walzerlaune.

Münster - Seit etwa zehn Jahren ist es gute Tradition in Münster, das Jahr mit einem musikalischen Höhepunkt zu eröffnen. So stand am Samstagabend das Neujahrkonzert in der Kulturhalle auf dem Programm. Von Jasmin Frank

„Wir hatten nun mehrere Jahre in Folge das Johann-Strauß-Orchester engagiert. Da wir nun etwas Abwechslung, aber trotzdem auf Bewährtes zurückgreifen wollten, haben wir uns für die Ungarische Kammerphilharmonie entschieden, die bereits hier aufgetreten ist und sehr gut beim Publikum angekommen war“, erläuterte Bürgermeister Walter Blank.

Die Gemeinde hatte sich bei der Einführung des jährlichen Neujahrskonzerts bewusst für diese Variante und gegen einen Neujahrsempfang entschieden, um statt langer Reden mit kurzweiliger Musik ihre Bürger zu erfreuen. So ging es nach einer kurzen Begrüßung durch den Rathauschef auch gleich los: die Ungarischen Musiker unter Leitung von Antal Barnas erzählten mit ihren Instrumenten „Geschichten aus dem Wienerwald“.

Den Auftakt machte natürlich eine Ouvertüre: „Die seidene Leiter“ von Gioacchino Rossini. Weiter ging es mit „Gold und Silber“, einem Walzer von Franz Lehar. Dirigent Barnas erläuterte vor den Darbietungen die Stücke und ihre Komponisten kurz. So meinte er: „Franz Lehar verstand es gekonnt, die Wiener Musik mit slawischen Komponenten zu verbinden.“ Damit seien ihm viele beliebte und bekannte Kompositionen wie beispielsweise „Dein ist mein ganzes Herz“ gelungen.

Weiter ging es mit Polka und Walzer durch den Abend und auch Märsche durften nicht fehlen, so der Persische Marsch von Johann Strauß (Sohn). Das Publikum hatte seine Freude an der gekonnt vorgetragenen Musik. So meinte Otto Beck: „Ich gehe gemeinsam mit meiner Frau Maria regelmäßig zu den Neujahrskonzerten, wir haben noch keines ausgelassen und uns hat es immer ganz ausgezeichnet gefallen.“ Seine Frau fügte schmunzelnd hinzu: „Besonders gelungen war einmal eine Einlage der Sängerin des Johann-Strauß-Orchesters bei der Champagner-Arie: Sie tat so, als sei sie angetrunken und torkelte über die Bühne, sang aber dennoch weiterhin mit Bravour.“

Doch auch ohne schauspielerische Einlagen ging das aktuelle Neujahrskonzert mit Erfolg über die Bühne, setzt sich die Ungarische Kammerphilharmonie doch aus Mitgliedern der führenden Orchester in Budapest zusammen und kann so mit vielen herausragenden Solisten punkten.

Quelle: op-online.de

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