Paradies der Schlangen

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Hans-Joachim Greifenstein (links) und Clajo Herrmann in Aktion auf der Bühne der voll besetzten Münsterer Kulturhalle.

Münster - „Sag mal, hast Du was geraucht? Du jammerst doch sonst immer, wenn ich dich frage, wie es dir geht. Ich habe mich schon daran gewöhnt und jetzt sagst du, es geht dir gut? Bestimmt lag das an deiner Jacke aus Hanf und du hast die Knöpfe mitgeraucht“. Von Verena Scholze

Es dauerte nur wenige Minuten und die beiden Kabarettisten Hans-Joachim Greifenstein und Clajo Herrmann, besser bekannt als das Babenhäuser Pfarrerkabarett, hatten ihr Publikum fest im Griff. Die beiden haben in ihrer 20-jährigen Zeit als Pfarrer allein 13 Jahre parallel in der evangelischen Gemeinde gearbeitet. Dabei brachten sie kleine und große „Aufreger“ auf die Bühne – aus den Sketchen bildete sich das erste Programm und seit 1997 haben sie sich zu einem der erfolgreichsten Kabarettduos entwickelt, das weit über die hessischen Grenzen hinaus bekannt ist.

Mit ihrem neuen Programm „Schlange stehen im Paradies“? standen die beiden am Freitagabend zum vierten Mal auf der Bühne der Münsterer Kulturhalle – diesmal auf Einladung der evangelischen Martinsgemeinde. Die Nachfrage nach Karten war so groß, dass dieses Mal deutlich mehr Plätze benötigt wurden und das Pfarrerduo am Ende vor einer ausverkauften Kulturhalle auftrat – und dort die Lachmuskeln des Publikums ordentlich reizten.

In ihren Programm geht es um Adam und Eva, und was die Menschen aus diesem schönen Anfang „naggisch, doof und satt“ gemacht haben: Einkaufsparadiese, Steuerparadiese und überall Schlangen; von der Supermarktkasse bis zur Autobahn. Die beiden schlagfertigen Pfarrer spielten sich die Pointen zu, wie bei einem Tennismatch erster Güte und das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.

In einem Großteil der Themen konnte sich jeder Besucher wiederfinden und selbst erkennen.

Mit viel Witz und kleinen, versteckten Pointen lösten die beiden Lacher aus und regten gleichzeitig zum Nachdenken an. Der Auftritt, der ohne Requisiten auskam, war ein voller Erfolg. „Kaum zu glauben, dass die beiden Pfarrer sind“, staunten einige Besucher.

Quelle: op-online.de

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