The Pins: Sie passen in keine Schublade

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Das sind The Pins (v.l.): Andreas Haus (Keyboard und Gesang), Marcel Bürner (Gesang), Michelle Bürner (Gesang), Nadine Holtz (Gesang), Tobias Rosskopf (Bass und Gesang) und Manuel Stock (Schlagzeug)

Münster - Der Drummer war’s – zumindest bei The Pins. Darauf kommt Tobias Rosskopf nach ein bisschen Nachdenken: „Vielleicht war es tatsächlich unser Schlagzeuger, der den Bewusstseinswechsel brachte.“ Von Jens Dörr

Was der junge Mann meint: Einige Jahre lang verlief die Karriere der Münsterer Band eher unspektakulär. Mit oft nur ein, zwei Auftritten pro Jahr. Premiere 2006, damals noch unter dem Namen X-Pins. Die Altweiberfastnacht der DJK Blau-Weiß wurde bespielt, bis zu 700 Menschen sahen die Gigs, doch irgendwie fehlte noch der letzte Zug. Den soll laut Rosskopf – und unter dem Nicken der anderen – Manuel Stork in die Gruppe gebracht haben. Der Mann am Schlagzeug eben. „Wir spielen heute nur noch Gigs, die eine bestimmte Qualität haben“, formuliert es der Gelobte selbst. Man müsse von nun an „in der Bahn bleiben“, die man sich ausgedacht habe.

Wie diese Bahn genau aussieht, darüber müssen die sechs Band-Mitglieder erst noch ein bisschen diskutieren. Heraus kommt aber : The Pins lassen sich nicht in eine Schublade stecken – und wollen in eine solche auch gar nicht rein.

Ein breites Repertoire zeichne sie aus, da sind sich Drummer Stork, Tobias Rosskopf (Bass und Gesang), Marcel Bürner (Gitarre), Andreas Haus (Keyboard und Gesang), Michelle Bürner (Gesang) und Nadine Holtz (Gesang) ziemlich einig. „Rock, Pop, Deutschrock“, so in etwa umreißt das Sextett seine Genres. Die Sportfreunde Stiller treffen dabei auf Bryan Adams, die Ärzte sind mit ACDC vereinbar.

Die Musik kommt an

Das kommt offenkundig an: Was einst mit einer Schüler-Band der Aueschule begann, führt die sechs Münsterer nun mehr und mehr auf die Bühnen der Region. Allein im Juli werden sie dreimal live zu hören sein.

Vielleicht haben die sechs Musiker, in deren Dunstkreis auch Mischer Marcel Graf eine wichtige Rolle spielt, aber auch einfach nur ein gutes Marketing. Thorsten Keil, ebenfalls aus Münster und Mitglied der Gruppe Kerrygold, unterstützt The Pins mit Kontakten und Erfahrung. Er selbst würde nicht auf die Nennung seines Namens in der Zeitung bestehen, muss da in diesem Moment aber durch. Denn einen unmittelbaren Wert hat seine Unterstützung für die junge Formation mit Musikern zwischen 19 und 24 ohne Frage. Das zeigt schon der Auftritt von The Pins Anfang Mai diesen Jahres auf dem Dieburger Maimarkt – zu dessen Machern gehörte auch Keil.

Entscheidend ist jedoch: The Pins beherrschen ihr Handwerk. Mehr noch: „Wir spielen die Songs nicht einfach eins zu eins nach, sondern bringen unsere eigene Note rein“, erläutert Schlagzeuger Stork. Das geschehe beispielsweise durch Rhythmuswechsel und stimmliche Eigenheiten.

Zu den Resultaten der musikalischen Kreativität gehören bei The Pins auch Unplugged-Konzerte. Einen Verstärker brauchen die Studenten, Lehrlinge und die zahnmedizinische Fachangestellte in Reihen der Band ergo nicht unbedingt. Die Band, die intern laut Stork einen „offenen Ton“ pflege, scheint damit auf gutem Weg. In den vergangenen vier Monaten hatten sie zehn Auftritte – so viele wie anfangs in mehreren Jahren. Tina Turner wird in Kürze mehrfach vor der Haustür röhren. Ein Besuch sei guten Gewissens empfohlen.

www.thepins.de

Quelle: op-online.de

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