Auf Pegasus in die Oper

+
Auf Einladung der Musiklehrerin Cornelia Krones (rechts) kam der berühmte Bildhauer Georg Hüter (Mitte) in der Münsterer Aue-Schule. Dort erzählte von seinem „Pegasus“, der die Alte Oper in Frankfurt krönt.

Münster (tm) ‐ 29 Schüler der 7Gd der Schule auf der Aue stehen am Anfang eines kühnen Projektes: Die engagierten Gymnasiasten wollen einen Kinder- und Jugendführer für das berühmte Opernhaus erstellen. Einen solchen gibt es nämlich bislang nicht.

Als die kleine Michaela eines sonnigen Oktobermorgens vor dem Portal der Alten Oper in Frankfurt am Main steht, traut sie ihren Augen nicht. Die berühmte Pegasus-Statue, die auf dem Gipfel des Opernhauses thront, spricht zu ihr – und will dem Mädchen das altehrwürdige Haus zeigen. - So beginnt die Geschichte, um die sich der Führer rankt. Um Pegasus, das geflügelte Pferd, besser kennen zu lernen, war nun Georg Hüter in der Schule zu Besuch. Der Künstler kam auf Einladung der Musiklehrerin Cornelia Krones. Und ließ sich erst einmal gründlich interviewen - die Siebtklässler hatten im Unterricht 27 Fragen formuliert.

Nach seinem Studium am Frankfurter Städel setzte sich Hüter in einer Art „Casting“ gegen fünf Konkurrenten durch. „Der Pegasus war ein Riesending für mich. Zuhause saß ich tagein tagaus an Skizzen und sprach ständig über ihn“, erzählte der Bildhauer.

„Geboren“ wurde der 140 000 Mark teure, vier Meter hohe und breite Koloss in einer Seligenstädter Schmiede. Im Spätsommer 1981 brachten es dann Lastwagen über die Autobahn in die Mainmetropole.

Der Bildhauer, der im Spessart lebt, freute sich über die vielen Schülerfragen: „Ich finde ihr Projekt klasse und bin sehr glücklich, dass Pegasus solch eine tragende Rolle beim Opernführer für Kinder spielt“. Als Dankeschön schenkte ein Expertenteam der 7Gd dem Bildhauer eine Bleistiftzeichnungen des geflügelten Pferdes.

Der Kinder- und Jugendführer der Alten Oper soll vor Weihnachten fertiggestellt sein.

Quelle: op-online.de

Kommentare