Die fünf Mitglieder der Band Perfect Stranger feiern im November ihr 25-jähriges Bestehen

„Perfect Stranger“: Stück Münsterer Musikgeschichte

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Rockmusik ist ihre Leidenschaft: Beim Jubiläumskonzert am 5. November zeigt die Gruppe ihr Können.

Münster - Es waren einmal fünf Jugendliche, die beschlossen, eine Band zu gründen und zusammen richtig gute Rockmusik zu machen. Das war der Anfang eines Stückes Münsterer Musikgeschichte, die nun schon seit einem Vierteljahrhundert andauert. Von Jasmin Frank

Am 5. November wird die Band „Perfect Stranger“ mit einem großen Jubiläumskonzert beim SV Münster gefeiert. Mittlerweile sind aus den Jugendlichen Familienväter geworden, die aber noch immer eines vereint - ihr Faible für Musik im Stile von Deep Purple, Whitesnake und Bon Jovi. „Wir haben uns natürlich auch verändert, sind abgeklärter und auch cooler geworden“, erklärt Alex Stix, der maßgeblich für den Erhalt der Band verantwortlich ist, „aber unserem Stil sind wir treu geblieben.“

Während andere Bandmitglieder wechselten, sind er und Alex Hitzel von Anfang an mit dabei. „Für mich war die Bandgründung 1986 der Anlass, mir mein erstes Schlagzeug zu kaufen. Vorher hatte ich schon im Musikverein gespielt, aber da reichte auch eine kleinere Snare-Drum aus. Von diesem Moment an ging es für mich musikalisch richtig los“, erinnert sich Hitzel. Seine Eltern hatten kein Problem damit, dass ihr Sohn sich für Hardrock begeisterte. Und nun, da er selbst zwei Söhne hat, steht wiederum denen der Weg in die Musik offen. Die beruflichen Pläne des Sohnemanns Marcel jedoch sehen derzeit noch anders aus: „Ich will lieber Lokführer als Musiker werden“, sagt er.

Musik nie die Haupteinnahmequelle

Auch für die Mitglieder von Perfect Stranger war die Musik nie zur Haupteinnahmequelle geworden. Die Musiker kommen zusammen, weil es ihnen einfach Spaß macht. „Immerhin haben wir schon mehrere Wettbewerbe gewonnen“, erinnert sich Stix an das Jahr 1994. Damals waren sie Sieger des Hessischen Landesrockfestival geworden. Nur ein Jahr später gewannen sie auf dem Ersten Rodgauer Musikfestival. „Das war besonders witzig, da wir an diesem Abend noch einen anderen Auftritt in Babenhausen hatten. Also haben wir als erste Band bei dem Wettbewerb gespielt und sind dann schnell zu unsrem Gig gefahren“ erzählt Hitzel. „Dort haben wir dann von einem Kumpel erfahren, dass wir gewonnen haben – natürlich wurde daraufhin richtig gefeiert.“ Hitzel lacht.

So einige Höhepunkte haben die Musiker in den 25 Jahren erlebt. Teilweise standen sie sogar zu siebt auf der Bühne, als zwei Backgroundsängerinnen die Combo begleitete.

Hymne für den RSC Darmstadt eingespielt

2007 haben sie eine Hymne für den RSC Darmstadt eingespielt, die Alex Stix eigens für den Eishockeyverein komponiert hatte. Außerdem habe die Gruppe stets auch ihre Bindung nach Münster gehalten, so habe sie beispielsweise viele Jahre über auf dem Stand der Messdiener beim Altstadtfest gespielt. „Und in unsren Anfangsjahren haben wir das Jugendzentrum mit aufgebaut“, betont Stix. Auch Gitarrist Stefan Gensert, der neu in der Band ist, kann sich gut daran erinnern: „Ich habe die Band früher oft spielen gehört und nun ist es natürlich spannend, selbst mitzumachen“, sagt er. „Und nun kann ich den Songs, die ich mir erarbeite, meinen eigenen Sound geben“, ergänzt er. Das ist auch gefragt: Die Bandmitglieder sind offen für Kreativität und einen eigenen Stil. Perfect Stranger stehen dabei sowohl für ausgefeilt arrangierte Eigenkompositionen als auch ausgewählte Cover-Nummern. Und die Fans lieben beides: „Together we are Strong“ von Alex Stix sind bei ihnen ebenso bekannt wie „Stormbringer“ von Deep Purple.

Perfect Stranger sind am 5. November, 20 Uhr, im Vereinsheim des SV Münster zu sehen, zudem noch auf zwei weitere Bands: SAL bietet feinste Rockcovers an und auch Backroots Two wird die Bühne rocken. Perfect Stranger selbst wartet neben der aktuellen Besetzung auch noch mit Kollegen aus den vergangenen 25 Jahren auf. Informationen gibt es unter www.perfectstranger.de, Karten sind im Vorverkauf bei Schreibwaren Haus (Darmstädter Straße 6) erhältlich.

Quelle: op-online.de

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