FKK bei der Pfarrfastnacht

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Pfarrer Bernhard Schüpke ließ es sich nicht nehmen, mit Organisatorin Anneliese Kreher auf die Bühne zu kommen.

Münster (jas) ‐ „Mit FKK und viel Helau renovieren wir den Schwesternbau“, lautete das Motto der Münsterer Pfarrfastnacht. Doch wer beim Stichwort FKK an unbekleidete Menschen denkt, war auf dem Holzweg.

Die Abkürzung steht für Frauengemeinschaft, Kolping und Kirchenchor, die stets gemeinsam das närrische Fest stemmen. „Dieses Jahr sind wir Frauen mit Bedienung und Küche an der Reihe, denn wir wechseln uns damit immer ab“, erzählte Inge Kreher vom Organisationsteam.

Federführend bei der Faschingsfeier ist schon seit Jahren Anneliese Kreher, die für das Programm verantwortlich ist und sogar Pfarrer Bernhard Schüpke zu einem Tänzchen auf die Bühne locken konnte, auf der die Hinnergassebuwe für Stimmung sorgten. An Musik und Tänzen mangelte es nicht, so begleitete Adam Knöpp das närrische Treiben musikalisch, zudem stand der Männergesangsverein unter der Leitung von Norbert Müller auf der Bühne und die Candy aus Ober-Roden zeigten ihr Können.

Auch Vorträge gab es reichlich, Katharina Fäth sorgte als Disco-Oma ebenso wie Norbert Günther als Theaterbesucher für viele Lacher. Anneliese Kreher trat mit Kaplan Elternmann als Amalie und Ernst auf und zeigte sich mit Pfarrer Schüpke im Café und brillierte mit Johanna Schöpke als Bawett und Sette. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gretel Elster plauderte heiter über das Älterwerden und auch kleine Krankheiten wurden aufs Korn genommen: Walter Kosch hielt eine lustige Rede zu einer Begleiterscheinung seines Lebens – dem Hexenschuss. In seiner Jugend sei er der Stolz aller Frauen gewesen und als er seine große Liebe zum ersten Kuss in den Wald führte, passierte es wieder einmal: „Ein Hexenschuss kommt immer dann, wenn man ihn nicht gebrauchen kann.“ Denn seine Freundin war sehr erbost, als er sie wegen des Rückenzerrens nicht küssen konnte. „Die Lisbeth stand mir vis-a-vis und hielt die Schnut’ zum Küsse’ hie!“, doch da er nicht mehr reagieren konnte, zog sie wütend von dannen und der Frauenschwarm kam nicht zum Zuge.

So wurde gelacht und gefeiert, bis am späten Abend mit Mainzer Fastnachtsliedern die Pfarrfastnacht einen fröhlichen Ausklang fand.

Quelle: op-online.de

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