Ein Platz zum Klönen

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Bauhof-Mitarbeiter Thomas Stork und Sascha Schneider verdübeln die neue Sitzbank vor Altheims Lädchen, worüber sich die Pächterinnen Felicitas Schulke und Katja Fischer nebst Bürgermeister Walter Blank freuen.

Altheim ‐ Das Altheimer Lädchen hat wieder eine Sitzbank für das Schwätzchen nach dem Einkauf oder um dort in aller Ruhe ein Eis schlecken zu können. Von Ellen Jöckel

Die von den Pächterinnen Felicitas Schulke und Katja Fischer aufgestellte Bank war nach einem Sperrmülltermin Anfang September 2009 nach nur zwei Wochen Gebrauch verschwunden. Nachdem die beiden Unternehmerinnen Bürgermeister Walter Blank von der Geschichte erzählt hatten, zeigte sich dieser bereit, baldmöglichst Ersatz zu beschaffen. „Zum Glück wurden damals nicht auch noch der Fahrradständer und der Mülleimer in Form einer großen Eistüte mitgenommen“, sagte Schulke schmunzelnd. „Was auf der Straße steht, wird alles eingesammelt, sagten mir die für den Sperrmüll Zuständigen“, berichtete sie weiter. Das kann mit der neuen Sitzgelegenheit nun nicht mehr passieren: Die gusseisernen Beine der neuen Holzbank wurden von den Bauhof-Mitarbeitern Sascha Schneider und Thomas Stork umgehend auf dem Bürgersteig festgeschraubt.

„Die Bank steht auch symbolisch für die Kommunikation zwischen den Bürgern“, sagte der Gemeindechef bei der Übergabe. Gerade für ältere Kunden stelle das Lädchen einen Treffpunkt dar. Da immer mehr Großmärkte an den Ortsgrenzen eröffneten, sei eine Versorgung mit Lebensmitteln in den Ortskernen oftmals problematisch. „Darum freut es uns sehr, dass Frau Schulke und Frau Fischer mit viel Engagement und Mut zu Investitionen seit März 2009 das Altheimer Lädchen führen“, sagte Blank.

Pächterinnen wünschen sich Verbesserung der Parksituation

Und auch die beiden Inhaberinnen sehen im Vergleich zu den Anfängen inzwischen entspannter in die Zukunft. „Wir sind auf einem guten Weg“, findet Felicitas Schulke. „Die Leute, die anfangs sehr skeptisch waren, zählen heute zu unseren besten Kunden.“ Seit November vergangenen Jahres haben Fischer und Schulke auch die Postabwicklung übernommen, die zuvor im Blumenladen nebenan betrieben wurde. Über diesem Wege kämen mehr Leute ins Geschäft. Auch wenn es langsam vorangeht, liegt den Existenzgründerinnen besonders ein Punkt am Herzen: „Wir würden uns wünschen, dass sich die Parkplatzsituation für unsere Kunden verbessert“, sagte Katja Fischer. Sehr häufig seien die wenigen Parkplätze vor dem Laden durch die Autos der Anwohner besetzt. „Eine Kundin sagte zu mir: Es ist schön, dass ihr schon so früh aufmacht, aber leider gibt es keinen Parkplatz“, erzählte Fischer. Die Idee, den Bereich als Kurzzeit-Parkzone auszuschildern, sieht Blank mit Skepsis, da es durch den begrenzten Raum ohnehin wenig Parkmöglichkeiten gäbe und eine starke Beschilderung bereits vorhanden sei. Dennoch wäre er bereit, mit der Verkehrsbehörde darüber zu sprechen und dann zu entscheiden, was machbar sei.

Quelle: op-online.de

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