Bürger „verpetzen“ Drücker-Trio

Platzverweis statt Internet-Verträge

Münster - Eigentlich wollten sie mit einer betrügerischen Masche arglosen Bürgern teure Telefon- und Internet-Anschlüsse andrehen, doch kassierte das Trio dank aufmerksamer und misstrauischer Münsterer schnell einen Platzverweis: Sie wurden der Polizei gemeldet.

Die Leute würden unter fadenscheinigem Vorwand versuchen, in die Häuser zu kommen. Angeblich müssten sie die Geschwindigkeit des Internets für einen Telefonanbieter überprüfen. Sofort fuhr eine Streife in die Berliner Straße. Hier konnten die Beamten die drei beschriebenen Männer auch sogleich antreffen. Wie sich bei der Überprüfung herausstellte, sollten sie für eine zwischengeschaltete Marketingfirma Kunden für einen Telefonanbieter akquirieren. Entsprechende Ausweise konnten sie vorzeigen.

Platzverweis für drei Männer

Wie die Überprüfung des Trios ergab, waren die Männer im Alter von 20, 23 und 34 Jahren schon mehrfach wegen Eigentumsdelikten aufgefallen. Der 22-Jährige wurde zudem von der Staatsanwaltschaft zur Aufenthaltsermittlung gesucht. Nach den polizeilichen Maßnahmen mussten die drei ihre „Arbeit“ einstellen und erhielten einen Platzverweis.

Die Polizei warnt eindringlich vor Haustürgeschäften. Wichtig sei, dass man den Personen nicht den Zutritt in die Wohnung ermögliche. Hätten die Ganoven erst einmal ihr erstes Ziel erreicht, in die Wohnung oder das Haus zu kommen, seien die Bewohner den findigen Dieben meist hilflos ausgeliefert.

tm

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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