Pokal für die Feuerwehr

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Dass das Brauchtum bei „Frisch-Auf“ groß geschrieben wird, ließ sich an den Vorführungen der Volkstanzgruppen erkennen.

Münster - (mj) Die Menschen sind bequem geworden: Die Lebensmittelmärkte machen den meisten Umsatz, vor denen der Kunde sein Auto fast direkt vor den Eingang parken kann. Mit der stets aktuellen Weisheit „Wer rastet, der rostet“ hält die Wandergesellschaft „Frisch-Auf“ diesem Trend entgegen.

Nun lud der Verein die Öffentlichkeit zum alljährlichen Volkswandern und damit zur Bewegung in großer und geselliger Runde ein.

319 Wanderer (vergangenes Jahr: 349) beteiligten sich an der 33. Neuauflage der Aktion. Wahlweise konnten Wege von fünf und zehn Kilometern Länge zu Fuß zurückgelegt werden. Beim anschließenden Sommerfest warteten in gemütlicher Runde Speis und Trank. Das lange Wochenende läutete man bereits am Samstagabend mit einer Oldie-Night ein.

Dass das Brauchtum bei „Frisch-Auf“ (gegründet 1922) groß geschrieben wird, ließ sich an den Vorführungen der Volkstanzgruppen erkennen. Sowohl die Kinder- als auch die Frauengruppe sicherte sich für ihre Darbietungen großen Applaus.

Eine Woche nach dem Volksradfahren freute sich „Frisch-Auf“-Vorsitzender Karlo Rosskopf über einen guten Festbetrieb. Zur Ehrung der teilnehmerstärksten Gruppen hatte sich neben Bürgermeister Walter Blank als Schirmherr auch Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann eingefunden. Der Wanderpokal ging an die lokale Feuerwehr in Vertretung von Josef Haus. Hatten die Blauröcke schon am vergangenen Wochenende beim Volksradfahren mit 88 Mitgliedern „abgeräumt“, brachte sie jetzt immerhin 66 Mitglieder dazu, sich auf „Schusters Rappen“ zu begeben. Trotz der Differenz von 22 Personen, die lieber strampeln als marschieren, reichte die Zahl zum Gruppensieg.

Der Verein Radsport bot 48 Mitglieder auf und belegte den zweiten Platz. Auf den weiteren Rängen folgte die DJK, der TV Münster, „Kutte King-Kong“, das DRK, der Schützenverein, und der Arbeitergesangverein Eintracht. Insgesamt waren 21 Vereine und Gruppierungen angetreten.

Mit dem Volkswandertag hat „Frisch-Auf“ ein Angebot im Programm, das es in vielen Städten und Gemeinden so nicht (mehr) gibt. So kamen auch die Dieburger Naturfreunde nach Münster – sie zeigten sich erfreut, dass die Nachbarn das Wandern und die damit verbundenen Naturerlebnisse hochhalten.

Mit 27 Wanderfreunden waren die Dieburger die größte auswärtige Gruppe und erhielten dafür den eigens von Landrat Alfred Jakoubek gestifteten Gäste-Pokal. Der TV Dreieich rückte mit der nicht minder beachtlichen Zahl von 20 Wanderern an. Ältester Teilnehmer war Josef Oestreicher. 80 Jahre auf dem Buckel hielten ihn nicht vom Schnüren der Wanderschuhe ab.

Den Altersdurchschnitt senkte der Stammtisch „Kutte King-Kong“ und eine Reihe junger Familien. So erfüllte sich das vom Vorsitzenden Karlo Rosskopf anvisierte Teilnehmerfeld aus „alt und jung“. Wie der Münsterer sagte, sei man mit der derzeitigen Zahl von 420 Vereinsmitgliedern zufrieden. Darunter seien auch zahlreiche Kinder- und Jugendliche, die sich in der Tanzgruppe, dem Mandolinenorchester oder dem Gitarrenensemble engagieren. Dass man sich den Herausforderungen stellt, beweist „Frisch-Auf“ mit seinen Wanderangeboten speziell für junge Familien. Jugendliche können sich bald auf eine interessante Herausforderung mit dem sogenannten „Geo-Caching“ freuen. Dann steht mit GPS-Koordinaten aus dem Internet eine moderne wie interessante Schatzsuche an.

Quelle: op-online.de

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