Polen begeistert von Skatebahn

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Wenn polnische und deutsche Schülerinnen miteinander feiern ist dies auf jeden Fall eine Augenweide: Agata Babiak, Kasia Pacek, Fabienne Sperl und Michaela Gotta haben sich gesucht und gefunden.

Münster ‐ „Das sind Jugendliche wie wir“, erklärten Fabienne Sperl und Michaela Gotta aus Münster, als sie nach den Unterschieden zwischen Polen und Deutschen gefragt werden. Von Jasmin Frank

Die beiden aufgeschlossenen Mädchen waren Teil einer dreißigköpfigen Gruppe an der Schule auf der Aue, die an einem Austausch mit Schülern aus Warschau teilgenommen hatten. Den beiden hat es auf jeden Fall gut gefallen, haben sie in dem Nachbarland doch so einiges erlebt: „Wir waren ja nicht nur in der Hauptstadt, sondern sind auch an die Ostsee gefahren. Außerdem haben wir ein Konzentrationslager besucht, das hat uns sehr nachdenklich gestimmt. Wir haben jede Menge Führungen absolviert, fast schon ein bisschen zu viele“, lachen die beiden fröhlich. Da stimmen auch ihre Austauschpartnerinnen Agata und Kasia zu.

Die Polinnen sprechen ein wenig Deutsch, haben sie das Fach doch seit drei Jahren als zweite Fremdsprache nach Englisch. „Wir hatten die Wahl zwischen Französisch und Deutsch, da haben wir uns für die Sprache unseres Nachbarlandes entschieden“, meint Kasia.

Den beiden hat es in Münster sehr gut gefallen, obwohl sie eigentlich eine Großstadt gewohnt sind. „Bei uns war es umgekehrt. Wir beide können uns normal in zwei Minuten treffen, in Warschau muss man immer lange mit der S-Bahn fahren“, plaudern Fabienne und Michaela.

Großes Abschiedsfest gefeiert

Bei den polnischen Besuchern kam vor allem die Münsterer Skate-Bahn gut an, sie wurde zum internationalen Treffpunkt. „Wir haben in diesen zehn Tagen nicht nur unsere polnischen Freunde hier zu Gast an der Schule, sondern auch noch welche aus Frankreich“, erzählt Karl-Heinz Nissen, der seit über zwanzig Jahren die Organisation der Schüleraustausch-Aktivitäten betreut.

Dazu gehört natürlich auch eine gebührende Verabschiedung der jungen Gäste und ihrer pädagogischen Betreuer, deshalb wurde jetzt ein großes Abschiedsfest gefeiert, bei dem es sich auch die Schulleiterin, Sabine Behling-Schmidt, nicht nehmen ließ, ein wenig Wehmut, aber auch viel Freude, anklingen zu lassen. Als dann auch noch von Münsterer Schülern das Lied „It’s time to say goodbye’ gespielt wurde, kehrte Ruhe im Foyer der Schule ein.

Im Anschluss wurde es aber munterer: Ein Kunstprojekt beider Länder hatte Bilder zum jeweiligen Partnerland gestaltet und ein Musikprojekt hatte das Lied „Help“ der Beatles mit einem polnisch-deutschen Text umgeschrieben und führte es nun in einem partnerschaftlich besetzten Chor auf. Im Anschluss durften sich Eltern, Schüler und Lehrer über das Buffet hermachen und zu der fetzigen Musik der Schulband zu tanzen, bis es Zeit wurde, sich vor der langen Rückfahrt doch noch ein paar Stündchen auszuruhen.

Quelle: op-online.de

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