Viele Polizeieinsätze am Halloweenabend

Elfjähriger die Naschtüte geklaut

Münster - 35 Einsätze verzeichnet die Polizei am Halloweenabend. Für viele gruselig verkleidete Kinder und Jugendliche war der Donnerstagabend ein voller Erfolg.

Nachdem sie in ihrer Maskerade von Haus zu Haus zogen und Süßes forderten, kamen die Hexen, Kobolde oder Geister meist mit prall gefüllten Tüten mit Naschzeug nach Hause.

Manche „Quälgeister“ missbrauchten jedoch auch dieses Jahr den keltischen Brauch. Es waren vermehrt Jugendgruppen, die ihre Streiche so übertrieben, dass ein Einschreiten der Polizei erforderlich war. Insgesamt musste die Polizei in Südhessen 35 Mal zu Halloween-Einsätzen ausrücken. Meist wurden die Beamten gerufen, weil rohe Eier, Ketchup oder Farbbeutel gegen Hauswände oder Autos flogen.

Mehl und Klopapier als Waffen

Zum Teil wurden auch Fahrzeuge mit Klopapier eingewickelt oder mit Mehl „bestreut“. Vereinzelt kam es auch zu Böllerwürfen oder kleineren Brandstiftungen. Hierbei wurden von den minderjährigen Verursachern oft nicht die Folgen des im ersten Augenblick harmlosen Streiches bedacht.

Einige der allzu wilden Hexen oder Dämonen konnten sich nicht in die Dunkelheit flüchten, sondern wurden von Zeugen oder der Polizei ertappt. Ihnen drohen jetzt Strafanzeigen und Schadensersatzforderungen von Seiten der Hausbewohner. Viele dieser Betroffenen behalten sich derzeit noch vor, einen Strafantrages zu stellen und versuchen, die „Halloweenstreiche“ mit warmem Wasser zu entfernen.

In Münster blieb es nicht bei Verunstaltungen. Hier ging die Suche nach Süßem so weit, dass Kinder und Jugendliche um ihre gesammelten Süßigkeiten gebracht wurden. Einer Elfjährigen, die in Begleitung von drei Freundinnen war, wurde die Tasche mit süßem Inhalt entrissen. Die verkleideten Diebe flüchteten anschließend in Richtung Bahnhof. Es handelte sich um drei Jungs, bei denen einer eine grüne Jacke und ein anderer eine weiße Maske trug, und ein Mädchen mit Zöpfen. Die Polizei ermittelt.

(tm)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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