Online-Shopping: Präsentekauf nach Belieben

Münster - Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und die Vorbereitungen für das frohe Fest laufen allerorts auf Hochtouren. Von Jasmin Frank

Dabei steht in einer Gesellschaft, in der Konsum groß geschrieben wird, vor allen Dingen eines auf dem Programm: Möglichst viele Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Und weil der Stress groß ist, sollen die Besorgungen so schnell als möglich vonstattengehen. Doch wie wickeln die Menschen aus Eppertshausen und Münster ihre Einkäufe ab? Kaufen sie vor Ort in den Geschäften ein, oder zieht es sie in die Einkaufsmeilen der Großstädte, oder nutzen sie gar das Internet zum virtuellen Shoppen? Gerade Altheim hat dazu derzeit die besten Möglichkeiten, wurde es doch am vergangenen Mittwoch an eine hochmoderne und äußert schnelle Breitbandverbindung angeschlossen. Aber ist das ein Grund, nicht mehr in Ruhe in den Läden zu stöbern?

Frauen wollen stöbern

Gerlinde Kronawitter, Vorsitzende des Gewerbevereins Eppertshausen, beschreibt ihre Erfahrungen mit den Weihnachtseinkäufen so: „Ich denke, dass einkaufen geschlechtsspezifisch abgewickelt wird: Wir Frauen wollen stöbern, die Dinge, die wir schenken wollen, vorher betrachten, anfassen und vergleichen. Deshalb sind wir in den Geschäften gerade in Eppertshausen gut aufgehoben, denn dort herrscht eine herzliche und familiäre Atmosphäre, die zum Bummeln anregt. Männer hingegen kaufen ganz gezielt und möglichst rasch ein, darum vermute ich, dass sie verstärkt auf das Internet zugreifen.“

Schlechte Erfahrungen

Ihre Münsterer Amtskollegin, Annelore Oestreicher sieht die Prioritäten der Kunden anders gesteckt: „Meiner Meinung nach geht zu viel Kaufkraft aus Münster heraus. Doch oft machen die Kunden mit dem Internet oder mit anonymen Einkaufsmärkten schlechte Erfahrungen und kommen zurück in die Geschäfte vor Ort. Ich gehe davon aus, dass diejenigen, die im Internet kaufen, im Schwerpunkt am kleinen Preis interessiert sind, während Menschen, für die Qualität und Service im Vordergrund stehen, in die Läden kommen, wo sie fachgerecht beraten werden können.“

Wie die Kunden nun konkret vorgehen, wollte unsere Zeitung wissen und fragte nach.

Peter Potschies.

Peter Potschies: „Ich gehe nur in große Kaufhäuser und Einkaufzentren, denn dort geht es richtig schnell und ich finde alles, was ich brauche. Da ich selbst auf einem Weihnachtsmarkt verkaufe, habe ich in der Vorweihnachtszeit überhaupt keine Zeit, um zu bummeln. Hüte, Mützen und Schals verschenke ich nicht, denn nachdem ich sie vier Wochen lang in meinem Stand angeboten habe, kann ich sie nicht mehr sehen.“

S. Enders.

S. Enders: „Ich kaufe hauptsächlich im Internet, weil ich sehr viel arbeite und dadurch keine Zeit habe, einkaufen zu gehen, schon gar nicht in den Kaufhäusern in der Stadt, wo ich erst noch hinfahren muss. Hätten die Geschäfte in Münster länger auf, so bis etwa 20 Uhr, dann würde ich nach Feierabend auch vor Ort einkaufen, denn ich finde, hier gibt es viele tolle Geschäfte.“

Manfred Beckmann.

Manfred Beckmann: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in den Geschäften in Eppertshausen am schnellsten geht, deshalb kaufe ich dort ein. Damit unterstütze ich nicht nur die ortsansässigen Gewerbetreibenden, sondern ich werde auch noch gut beraten und finde dann die passenden Geschenke. Alles, was ich brauche, finde ich dort und dabei habe ich noch kurze Wege und muss nirgendwohin fahren.“

Susanne Seifert.

Susanne Seifert: „Ich entscheide nach Bedarf, wo ich hingehe. Im Internet bestelle ich Bücher, deren Titel ich schon kenne, in Kaufhäusern kaufe ich Spielsachen und vor Ort beziehe ich all das, wo ich noch unentschlossen bin. Denn in den kleineren Geschäften habe ich einen guten Service und kann direkt prüfen, ob die Ware dem Preis gerecht wird.“

Monika Mürdter.

Monika Mürdter: „Ich bestelle vieles im Internet und jetzt werde ich bald die schnellere Verbindung in Altheim nutzen, dann brauche ich noch weniger Zeit. Hier im Umkreis kaufe ich kaum etwas für Weihnachten ein. Was ich nicht im Internet erstehen will, erwerbe ich in Darmstadt. Dort gibt’s die größere Auswahl, so dass ich auch einen Preisvergleich machen kann: Ich schaue mir die Sachen erst an und entscheide dann je nach den Kosten, ob ich sie im Kaufhaus kaufe, oder im Internet.“

Quelle: op-online.de

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