Preise fürs pfeifende Geflügel

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Nicht nur Kinderaugen strahlen beim Anblick der wunderschönen Tauben, die auf der Münsterer Geflügelausstellung zu sehen waren.

Münster - Enten, Gänse, Hühner und Tauben hatten sich am Wochenende im Klubheim des Geflügel- und Kaninchenzuchtvereins 1922 versammelt; nicht um etwa gemeinsam ins neue Jahr hinein zu feiern, sondern um sich gebührend bewundern zu lassen. Von Jasmin Frank

„Wir haben die Ausstellung für einen Sonntagsspaziergang genutzt und finden die Tiere wirklich prächtig. Außerdem sehen die Kinder mal, wie viele verschiedene Arten von Geflügel es gibt“, war sich Familie Thomas einig. Tochter Annika hatte auch schon ihren Favoriten gekürt und zeigte mit leuchtenden Augen auf einen Käfig: „Diese Vögel sind wunderschön. Und sie haben so viele große graue Federn an den Füßen.“

Das Lob der Besucher freute die fünf aktiven Züchter des Vereins, die insgesamt etwa 100 Tiere präsentierten. Von Bedeutung für die Geflügelzüchter – Kaninchenzüchter sind derzeit keine im Verein vortreten – ist neben der Begeisterung der Laien auch das Urteil der Profis. So freute sich der zweite Vorsitzende, Walter Beck, darüber, eines der beiden vom Preisrichter zu vergebenen Bänder des Landesverbands der Rassegeflügelzüchter Hessen-Nassau erhalten zu haben. Prämiert worden waren seine gelben Pfeifgänse, die aus Sicht der Laien zwar eher wie bräunliche Enten aussahen, die aber tatsächlich lautstark pfeifen konnten. „Ich züchte seit 40 Jahren und bin durch meinen Großvater, Georg Beck, zu diesem Hobby gekommen. Er hatte einen kleinen Bauernhof, und so ist meine Liebe zu den Tieren schon in jungen Jahren gewachsen“, erzählt Beck.

Umgang mit den Tieren

Vor allem der Umgang mit den Tieren macht dem Münsterer Züchter große Freude, deshalb hat er auch gleich mehrere Arten Geflügel in seinen Gehegen untergebracht: weiße Zwergwyandotten, Straußenwachteln, Mandarinenenten und Braut-enten tummeln sich in seinem Garten und nutzen auch den von ihm eigens angelegten kleinen Teich zum Planschen. „Mir macht mein Hobby viel Spaß, man braucht aber auch ein gutes Pensum an Zeit dafür. Ich bin jeden Tag etwa ein bis zwei Stunden bei meinen Tieren“, erzählt Beck.

Das zweite Band des Landesverbands ging an Rudi Kreher für seine Zwergorpington gelb, den Pokal des Landrats erhielt Karl Roßkopf für seine weißen Wyandotten.

Quelle: op-online.de

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