Treffpunkt für Kinder und Jugendliche

Privater Bolzplatz bleibt erhalten

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Carolin Stegmann (ganz links) und die tatkräftigen Väter und Kinder haben alle zusammen angepackt, um das Netz am Bolzplatz zu installieren.

Münster - Dank vieler Spenden und der tatkräftigen Hilfe von Unterstützern kann der Bolzplatz im Fichtenweg – ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 15 Jahren – nun doch erhalten bleiben. Bei einem Arbeitseinsatz packten viele Helfer mit an.

Erst sah es gar nicht gut aus. Wenige Familien antworteten mit Spenden auf den Aufruf von Carolin Stegmann. Sie hatte im Mai vergangenen Jahres im Fichtenweg hinter ihrem Anwesen in Münster Grünfläche gepachtet, um Kindern dort das Kicken zu ermöglichen (wir berichteten). Jetzt aber suchte die aktive Mutter nach Mitstreitern, die sich finanziell an der Beschaffung eines Netzes beteiligen, um die umliegenden Grundstücke zu schützen. Sie sprach Eltern und Großeltern an, sprach im Rathaus vor, verteilte Flyer und schrieb Presseartikel. Jetzt sollte es zudem einen Arbeitseinsatz geben, um das Netz zu installieren. Das Echo war anfangs gering.

Doch das Engagement von Carolin Stegmann zahlte sich schlussendlich aus. Gegen Ende der Sammelaktion gingen immer mehr Spenden ein: Viele Eltern brachten Umschläge vorbei, Kinder gaben etwas von ihrem Taschengeld und Anwohner unterstützten das Projekt. Auch der SV Münster, der zuvor bereits ausgemusterte Tore bereitstellte, sagte seinen tatkräftigen Beistand zu. Vier Väter von SV-Kindern kamen, um zu helfen und arbeiteten Hand in Hand mit den anderen Freiwilligen. Auch die benötigten Brunnenbohrer konnten aufgetrieben werden. Der Arbeitseinsatz musste also nicht abgesagt und der Bolzplatz kann erhalten werden.

So kam es, dass im Fichtenweg einiges los war: Männer rammten Stangen in die Erde, an denen sie das heiß ersehnte Netz professionell befestigten. Viele junge Frauen waren mit Kinderwagen da und verfolgten das Treiben, auch der erste Beigeordnete der Gemeinde Münster, Jan Stemme, war in Vertretung von Bürgermeister Gerald Frank auf ein Gespräch gekommen. Es gab Würstchen und Kuchen. In der Mitte kickten die Jungs, um einmal mehr zu zeigen, wie beliebt diese Fläche mittlerweile ist. Brötchen und Kuchen spendete die Bäckerei Kreher, die sich auf einen Presseartikel hin meldete. Edeka Kampmann gab Sonderrabatt auf die Würstchen. Michael Heckwolf vom MHD Zaunservice war nicht nur spontan zur Stelle, um Beton nachzuliefern, sondern versprach ebenfalls einen guten Preis für das Gestänge.

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Irgendwo dazwischen sah man die glückliche Initiatorin, die stolz erklärte, warum die Aktion so wichtig ist: „Der Bolzplatz ist ein richtiger Treffpunkt für Fünf- bis 15-Jährige geworden“, so Stegmann. Und auch Mädchen ließen sich dort immer häufiger blicken. Für den Umgang Miteinander auf dem Platz gibt die Gestalt-Therapeutin ganz klare Regeln vor: „Niemand wird ausgeschlossen und alle dürfen mitspielen, egal, welcher Herkunft oder welchen Alters.“

Umso schöner ist es, dass es an diesem Tag auch noch die eine oder andere Überraschung gab: So überbrachte beispielsweise der SPD-Ortsverein Münster noch eine Spende. Die Anerkennung der Sponsoren, vor allem aber der tatkräftige Einsatz der Eltern zeige „den Gemeinschaftssinn in einem Dorf für die Belange der Kinder“, wie Stegmann betont. (tm)

Quelle: op-online.de

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