Programm und Ehrungen

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Ehrung mit hochkarätigem Gast: Alleine fünf Jubilare mit einem 50 Jahre alten SPD-Parteibuch galt es im Rahmen der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Münster/Altheim zu ehren. Mit Justizministerin Brigitte Zypries gratulierte dazu die Bundesjustizministerin (vorne rechts).

Münster - (mj) Man hatte im evangelischen Gemeindehaus den Eindruck, als betrete eine langjährige Freundin den Raum: Es wurde gedrückt und geherzt, das „Du“ war obligatorisch.

Pünktlich um 15 Uhr fuhr die SPD-Direktkandidatin für den Wahlkreis 187 (Darmstadt und westlicher Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg), Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, vor.

Bereits zuvor waren die Genossen des SPD-Ortsvereins Münster/Altheim zu einer Mitgliederversammlung zusammengekommen, um zwei Kassenprüfer zu wählen. Dazu stellte Vorsitzender Gerald Frank, der erst im Frühjahr diesen Jahres das Amt von Elke Müller übernommen hatte, nochmals seine Person vor. Neben der Bundestagswahl schwor er bereits auf die Kommunalwahl 2011 ein, wofür es am 21. November eine Klausursitzung gebe. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, um gut vorbereitet zu sein“, zeigte sich der Sozialdemokrat schon jetzt motiviert.

Mit dem Eintreffen von Zypries steuerte man auf den Höhepunkt des Tages zu. Zum einen die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie die Rede der Ministerin. Die staunte, als sie erfuhr, wie viele langjährige Mitglieder die Reihen der lokalen Genossen füllen: Für 25 Jahre wurden Elke Müller, Erika Fritsch und Volker Wilzbach geehrt. Seit 40 Jahren haben das Parteibuch Fred Meister, Dieter Schudera, Klaus Bublitz und Bernd Fritsch, während Wilhelm Funck, Heinrich Heckwolf, Friedel Sauerwein, Ludwig Wießmann und Edmund Schneider den Sozialdemokraten seit einem halben Jahrhundert die Treue halten. Die Ehrungen verpackte Parteichef Gerald Frank in eine interessante Reise in die Vergangenheit, was in der Welt zum Zeitpunkt des jeweiligen Parteieintritts alles vor sich ging.

In ihren Worten umriss Brigitte Zypries, die im Anschluss noch drei weitere Wahlkampfauftritte hatte, ruhig, sachlich und ohne große Polemik das Wahlkampfprogramm ihrer Partei. Mit Bezug auf die Region sagte sie, dass es ihr Mitverdienst sei, dass der IT-Gipfel vor wenigen Monaten in Darmstadt stattfand.

Derzeit mache sie sich dafür stark, dass eine Softwarehochschule, die derzeit noch in der Diskussion ist, nach Darmstadt kommt. An die Genossen ging die Bitte nach Rückendeckung für die verbleibenden Tage bis zur Wahl: „Die Arbeit hat mir in den letzten Jahren viel Spaß gemacht und ich würde das gerne weitermachen. Es wäre toll, wenn ihr Münster klarmacht, dass ich mich für die Region stark mache“, sagte sie.

Stark sollen sich die Genossen auch machen, wenn es darum gehe, Nichtwähler an die Urnen zu bekommen: „Die zehn Minuten sollten drin sein, sein Wahlrecht zu nutzen.“ Damit stärke man nicht zuletzt die Demokratie, stellte Brigitte Zypries klar.

Quelle: op-online.de

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