Rund 41 verschiedene Angebote für und von Schüler

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Vor viel Publikum zeigten die Mädchen von der Projektgruppe „all around girls“ die Choreografie, die sie gelernt haben.

Münster - Über 100 Schüler der Münsterer Schule auf der Aue waren parallel zur gerade vergangenen Projektwoche auf verschiedenen Austauschfahrten unterwegs, und dennoch war es wie immer sehr voll, als zur Präsentation der Ergebnisse der arbeitsreichen Tage eingeladen wurde. Von Jasmin Frank

Am Donnerstagnachmittag füllten sich Säle und Gänge der Schule. Kinder und Eltern durchstöberten gemeinsam mit den Lehrkräften die Räume, um zu sehen, was von den verbliebenen Projektwochenteilnehmern auf die Beine gestellt worden war. Insgesamt sind 41 verschiedene Angebote zustande gekommen, besonders beliebt waren dabei: Badminton, Kochen, Aue Fitnessstudio, Die Chemie der Lebensmittel – Praxiskurs, „Fimo – Perlen und Schmuck, Haie, Style, Tipps & Tricks, Sport-Stacking und Sportkegeln.

„Auffallend ist, dass insbesondere Mädchen bevorzugt künstlerische Projekte gewählt haben“, informierte Lehrer Axel Preiss. Doch es gab auch kreative Angebote, die von Jungen besucht wurden. So hatte das Modellbauprojekt regen männlichen Zulauf verzeichnet – nicht zuletzt, weil es von zwei kompetenten Fachmännern angeboten worden war. „Wir betreiben selbst Modellbau als Hobby“, erklärten Timothy Fuchs und Niklas Ziemer. „Entweder mit Pappe oder – wie im Projekt – mit Polysterol, einer Art fester Schaumstoff, der gut zugeschnitten und verarbeitet werden kann.“ Die beiden Achtklässler hatten das Projekt selbstständig auf die Beine gestellt und durchgeführt, wurden dabei aber natürlich von der Lehrer-Vertretungskraft, Stefan Knöspel, unterstützt.

Auch reine Mädchenprojekte im Angebot

Die Einschätzung der Arbeitserfahrung mit der Projektgruppe fiel dabei sehr unterschiedlich aus: Empfand der Pädagoge die 22-köpfige Gruppe als eher ruhig und die Arbeit als gut durchführbar, sahen die beiden Jugendlichen das ganz anders: „Es war teilweise sehr anstrengend“, betonten die beiden Jungen. „Einige Schüler wollten einfach nicht machen, was wir gesagt haben.“ Zwar habe der Modellbau mit manchen Kindern Spaß gemacht, aber die Gruppe zu betreuen, war den erschöpften Jungen dann doch zu viel. „Wir werden deshalb wahrscheinlich nicht noch einmal ein Projekt anbieten“, ergänzten sie.

Es sei ganz normal für Kinder von heute, dass ihnen schnell langweilig würde, deshalb gäbe es eben auch Teilnehmer, die nach ein paar Pinselstrichen keine Lust mehr hätten, während andere gut mitmachen. „Für mich sind solche Situationen Gewohnheit, für die beiden Schüler war das aber neu“, erläuterte Knöspel, der es prinzipiell sehr gut findet, dass Kinder kreative Hobbys wie Modellbau pflegen.

Während in diesem Projekt die Jungen in der Überzahl waren, gab es sogar reine Mädchenprojekte, so „all around girls“. Aufgeführt wurde von den Teilnehmerinnen ein Tanz. Doch wer genau hinsah, der bemerkte schnell, dass die Schülerinnen noch viel mehr gelernt hatten. Laura Thalmann erzählte strahlend: „Wir haben auch die Nägel lackiert, Gipsmasken gemacht und Schminktipps bekommen.“ Jetzt weiß sie, dass blaue Augen eher braun geschminkt werden sollten, braune hingegen eher schwarz-lila. Damit ging der Tanz der Mädchen nicht nur gekonnt, sondern auch perfekt gestylt über die Bühne und entsprechend groß war der Beifall.

Nun können alle Kinder, ganz gleich, ob sie kürzlich vom Austausch aus China, England, Polen oder der Schweiz zurückgekommen sind, oder aber die Projektwoche genutzt hatten, gut in die wohlverdienten Herbstferien starten, denn die arbeitsreichen Wochen liegen hinter ihnen.

Quelle: op-online.de

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