Puppe mit frischer Füllung

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Sie füllen mit ihren vielen Sprüchen, Gesängen und guter Laune die „Minsderer Kerb“ mit Leben: die alten und neuen Kerbborsche.

Münster (ula) ‐ Beim Minsderer Traditionsfest jagte ein Höhepunkt den nächsten: „Wem is die Kerb?“ „Unser!“ Die Minsderer Kerbborsche 2009 ließen sich am Samstagabend ein letztes Mal kräftig feiern.

Mit großem Hallo marschierte Kerbvadder Christian Müller mit seiner singenden Truppe ins Zelt am Dalles ein – gefolgt von den Hinnergassebuwe, die musikalisch „Vollgas gaben“.

Lautstark feuerte die Truppe eine Salve von Sprüchen und Gesängen auf das Publikum ab – dann übernahm Dieter Schneider, Vorsitzender des Münsterer Kerbvereins, das Regiment. „Auch in diesem Jahr haben sich wieder Minsderer Buwe gefunden, die die Tradition der Kerbborsche in Münster weiterführen wollen“, so der Vereinschef, insgesamt lassen „sechzei Stick“ das Kirchweihfest hochleben.

Die folgende Vorstellung der Borsche ließ das Zelt der vierten Kerb am Storchenschulhaus in den Grundfesten erbeben. Die amtierenden Borsche und das Publikum feierten die neue Kerbborschegeneration, die mit weißen Hemden und Scherpe einmarschierten. Auch Kerbbobb „Emanuela“, mit frischer Strohfüllung auferstanden, durfte hier nicht fehlen.

„Jetzt fehlt nur noch de Watz un de Vadder, iwwer des Gehoimniss gibts in Minsder allerhond Geschnadder“, moderierte Dieter Schneider. Mit großem Brimborium wurde das Geheimnis um Watz und Vadder nun gelüftet. „Do kimmt de Watz, de Kunsti eroi, donn konn nur noch de „Maddin Lutscher“ denne ehrn Vadder soi!“ reimte Dieter Schneider. Im folgenden Getümmel wurden dem frisch gebackenen Vadder Martin Leierer die „Schlissel“ übergeben. Mit der Übergabe der „Siren“, einer alten Wehrmachtssirene, an den neuen Kerbwatz Dustin Schneider war der Form genüge getan, um die Kerb in die Hände der neuen Borschegeneration zu übergeben.

Die Party wurde mit den Hinnergassebuwe noch musikalisch aufgepeppt. Im Anschluss sorgten Van Baker& Band für eine „Nacht der Schlager“ unter der Zeltplane.

Quelle: op-online.de

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