„Qigong hat mich getroffen wie ein Blitzschlag“

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Birgit und Thorsten Rische beim Qigong in dem hellen Raum in ihrem Haus in Münster: ein Ort der Ruhe und Entspannung. Dort finden auch die Tuina-Massage und Dorn-Therapie statt.

Münster - Ausgeglichenheit, Kraft, Ruhe und Harmonie – diese Worte erscheinen auf der Homepage von Birgit und Thorsten Rische aus Münster, die unter dem Namen „FeelQi“ Massagen und Qigongkurse anbieten. Von Ellen Jöckel

Wer dem Paar begegnet, hat den Eindruck, dass sie diese Worte zu leben verstehen: In ihren Stimmen und Bewegungen liegt Ruhe und Gelassenheit. Beim Sprechen über ihre Passionen leuchten kraftvoll ihre Augen. Für Qigong, eine chinesische Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsform, hat Birgit Rische von der ersten Minute an Leidenschaft entwickelt: „Qigong hat mich getroffen wie ein Blitzschlag. 2007 habe ich aus Neugier einen Kurs besucht. Bereits aus der ersten Stunde bin ich ruhig und zufrieden herausgegangen. Dieses Gefühl hat auch angehalten. Von da an war ich so begeistert, dass ich mich sofort um eine Ausbildung als Qigonglehrer gekümmert habe“, erzählt die 41-Jährige. In dieser Zeit habe die Kundenbetreuerin in der Automobilindustrie wegen Kurzarbeit in ihrer Firma in Unsicherheit gelebt.

„Als meine Frau am Abend nach dem Kurs nach Hause kam, dachte ich, ich habe einen anderen Menschen vor mir: ruhig und ausgeglichen. Das war sensationell“, erinnert sich Thorsten Rische. Auch für den 43-Jährigen war seine Arbeitssituation der Auslöser, für Körper und Seele etwas zu tun. Als Gepäckmeister am Frankfurter Flughafen in Schichtarbeit ist Rische hohen körperlichen Belastungen und Stress ausgesetzt: „Frankfurt ist der einzige Flughafen, der 45 Minuten Umsteigezeit garantiert. Das heißt, bei uns ist wirklich Stress pur angesagt.“

Irgendwann zeigten sich die ersten körperlichen Probleme und damit begann der „Leidensweg“, wie es der kräftige Mann bezeichnet. „Der Hausarzt habe seine Schmerzen im Rücken mit einer entzündungshemmenden und schmerzstillenden Spritze behandelt. Und auch die Überweisung zum Orthopäden habe nichts gebracht. „Das war alles. Nach dem eigentlichen Grund der Schmerzen schaute keiner.“ Er habe sich verlassen und „gegen Wände laufend“ gefühlt.

Ganzheitlicher Ansatz

Durch seine Frau sei er dann auf Qigong aufmerksam geworden. Auch für ihn erwiesen sich diese Übungen als sehr hilfreich, dem beruflichen Stress besser begegnen zu können. Außerdem begann Rische sich intensiv mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu befassen. Der ganzheitliche Ansatz habe ihn daran besonders begeistert. Über Qigong sei er dann auf die Tuina-Massage gekommen, einem festen Bestandteil der TCM. Hierbei werden durch die Behandlung bestimmter Akkupressurpunkte und Wärmeeinwirkung die Energieleitbahnen, Meridiane, aktiviert.

Doch das richtige „Aha-Erlebnis“ habe er nach einem Seminar zur Dorn-Therapie gehabt. Hierbei werden durch verschiedene Massagetechniken und zeitgleichen Eigenbewegungen Verspannungen sanft gelockert. „Tuina-Massage und Dorn-Methode sind für mich die optimale Kombination“, sagt der aus Groß-Zimmern Stammende, der mit seiner Frau Ende April diesen Jahres nach Münster gezogen ist.

Birgit Rische gibt Qigongkurse im Fitnessstudio und in Hainburg bei Seligenstadt, dem Ort, wo das Paar zuvor gewohnt hat. Bewusst hätten sie sich nach einem Haus umgesehen, welches geeignete Räumlichkeiten für ihre Kurse und Behandlungen biete. Fündig geworden sind die Eheleute dann in der Heinrich-von-Kleist-Straße 3 in Münster. „Abgesehen davon, dass unser Haus wunderschön ist, hat uns auch Münster sehr gut gefallen: Die Natur rundherum, die Ruhe und trotzdem hat man alle Möglichkeiten für das tägliche Leben. Es liegt sehr zentral“, findet Birgit Rische.

Quelle: op-online.de

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