Radsport in ganzer Bandbreite

+
Sophia Quint zeigte, dass Kunstradfahren anspruchsvoll ist, aber Spaß macht.

Münster - Im Jahr 1921 wurde er gegründet, Grund genug, 90 Jahre später zu feiern: Am Samstagabend hatte der Verein Radsport zu einem bunten Abend in die Gersprenzhalle geladen. Von Jasmin Frank

„Wir sind froh, dass wir die Halle heute nutzen können, es war ja nicht sicher, ob und wie sie belegbar ist. Nun haben wir zwar erst vor acht Tagen alle Auflagen erhalten, die eingehalten werden müssen, aber wir genießen den Abend trotz der Reglements“, meinte der Vorsitzende Willi Braun.

Hier ein Video vom Downhill-Fahren der mehrfachen Radsport-Meister Marco und Carsten Schmidt.

Er konnte sichtlich stolz auf seinen Verein sein, der den Radsport in seiner ganzen Bandbreite zeigte: Kunstradfahren, Radball, Einrad Kür und Einradhockey standen auf dem Programm und sogar eine Rhönradvorstellung wurde von Darmstädter Sportkollegen geboten. Sophia Quint begeisterte mit ihrer Kür im Kunstradfahren das Publikum: Ganz leicht und grazil schwebte sie auf ihrem Rad dahin und zeigte dabei durchaus schwierige Kunststücke – sogar rückwärts fuhr sie durch das Hallenrund.

„Ich trainiere einmal die Woche und ich kann nur sagen, es ist ein wirklich schöner Sport“, strahlt die Kreismeisterin, deren Freunde oftmals gar nicht wissen, was Kunstradfahren überhaupt ist. „Das macht mir aber gar nichts aus, ich erkläre es ihnen und finde es gerade gut, etwas Besonderes zu machen“, freut sich die 14-Jährige. Im Anschluss an ihre Darbietung zeigten Marco Schneider und Jana Lehnert, dass sie auf ihren Einrädern nicht nur in hoher Geschwindigkeit Berge hinab rasen können, sondern auch eine virtuose Kür zu zweit mit Bravour zu meistern in der Lage sind: Als Höhepunkt nahm Marco seine Partnerin schließlich sogar bei voller Fahrt auf die Schultern.

Vor der Pause kamen dann noch die Radballer zum Zuge und demonstrierten Sport und Spaß auf dem Spielfeld. „In den 90 Jahren unserer Vereinsgeschichte hat sich einiges verändert. Früher stand das Kunstradfahren im Vordergrund, dann hatte Radball regen Zulauf, und in der letzten Zeit verlagert sich der Schwerpunkt auf das Einradfahren“, informierte Pressewart Anton Frank.

Insgesamt 200 Mitglieder zählt der Verein, davon sind etwa 40 aktiv im Radsport engagiert. Informationen rund um den vielseitigen Sport gibt es im Internet.

Quelle: op-online.de

Kommentare