Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmern

Radwege sind für alle da

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Zwischen Münster und Altheim kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Freizeitsportlern und Landwirten. Münsters Bürgermeister Walter Blank fordert gegenseitige Rücksichtnahme.

Münster/Altheim - Im Sommer zieht es die Menschen in die Natur: Sie gehen Joggen, setzen sich aufs Fahrrad oder holen die Inliner aus dem Schrank.

„Leider kommen sich gerade auf den häufig genutzten Wegen die verschiedenen Nutzer oft gegenseitig ins Gehege“, bedauert Tanja Appel von der Gemeindeverwaltung in Münster. Sie erläutert das grundlegende Problem: „Spaziergänger fühlen sich von zu schnellen Fahrradfahrern bedrängt, Inliner-Fahrer benötigen ihren Platz und dann kommen noch die Landwirte dazu, die mit ihren großen Traktoren zu ihren Feldern müssen, um ihre tägliche Arbeit erledigen zu können.“

Oftmals komme es dann zu Konflikten zwischen den verschiedenen Interessensgruppen. Münster – eine Gemeinde, in der viele Familien wohnen – ist gerade wegen seiner guten Lage mit vielen Naherholungsmöglichkeiten als Wohnort beliebt. „Gleichzeitig ist es auch wünschenswert noch Landwirte im Ort zu haben, denn regionale Produkte sind beliebter denn je“, weiß aber Bürgermeister Walter Blank, der sich insgesamt über die rege Nutzung der zahlreichen Feld- und Waldwege freue.

Insbesondere die Verbindungsstrecke zwischen Münster und Altheim ist sehr hoch frequentiert. Jeden Tag zieht es viele Menschen auf diesen Weg. „Ich bin selbst begeisterte Fahrradfahrerin und kann es deshalb gut verstehen, dass die Leute gerne an der frischen Luft unterwegs sind. Es ist jedoch auch wichtig, die Bedürfnisse der anderen zu beachten“, meint Appel.

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Sie ruft deshalb gemeinsam mit Bürgermeister Blank dazu auf, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. „Wenn jeder auch die Interessen des anderen beachtet, kommt es sicher zu weniger Ärgernissen auf den Wegen“, so Blank. Die Landwirte sollten laut Blank aber auch bedenken, dass sich viele Menschen wegen des kalten Winters nach Bewegung im Freien sehnen. „Diese wiederum sollten aber zur Seite gehen, wenn ein Traktor versucht, sich auf den viel genutzten Strecken seinen Weg durch die Freizeitsportler zu bahnen“, appelliert Blank.

(dani)

Quelle: op-online.de

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