Da-Di-Werk realisiert 465.000 Euro-Projekt

Regenbogenschule feiert Einweihung des Betreuungspavillons

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Was lange währte, wurde nun endlich auch feierlich und mit Gesang eingeweiht: Der Betreuungspavillon der Regenbogenschule steht.

Altheim - Seit acht Jahren gibt’s an der Regenbogenschule auch eine Nachmittagsbetreuung, die allerdings wegen der Raumknappheit an der Schule mit Schwerpunkt Begabtenförderung in Räume des TSV Altheim ausgelagert war. Von Thomas Meier 

Jetzt wurden nach zwölfjähriger Wartezeit zwei Container eingeweiht, die der Kreis als Betreuungspavillon für über 400 000 Euro errichten ließ. Helga Blitz freut sich. Seit fast 25 Jahren leitet sie die Regenbogenschule, in die derzeit 74 Schüler gehen und von denen 38 Kinder den „Pakt für den Nachmittag“ nutzen. „2005 war es, als für die anvisierte Nachmittagsbetreuung angedacht wurde, sie in Pavillons anzubieten“, erinnert sich Blitz, und „schon“ fünf Jahre später wurden die gewünschten Zusatzräumlichkeiten im Maßnahmenplan des Kreises festgeschrieben. Da ahnte in Altheim noch niemand, wie kompliziert und zeitintensiv noch alles werden sollte.

Der „Pakt für den Nachmittag“ ist ein Programm des Landes, mit dem für die Grundschüler der Regenbogenschule in Altheim seit diesem Schuljahr eine Nachmittagsbetreuung, die bisher ausschließlich von Eltern finanziert wurde, nun durch pädagogische Fachkräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) bestritten und auf bis um 17 Uhr ausgeweitet wird. Der Pakt, er sollte schon seit Jahren greifen. Doch obwohl die kleine Grundschule über ein großes Gelände an Altheims Ortsrand zu verfügen scheint, war es gerade der Platz für die zweimal 60 Quadratmeter großen Container, um den zwischen Kreis als Schulträger und Kommune als Eigner gefeilscht und gezackert wurde.

Für den Kreis signalisierte Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Christel Fleischmann einst, man sperre sich den Schulwünschen nicht. Doch ging es bislang immer wieder um den Platz für die Container, die aufgestellt werden sollen. Bereits im November 2014 schien es endlich eine Übereinkunft zu geben, doch dann kamen unterschiedliche Ansichten zur Sanierung der Stettiner Straße, an der die Kennedy-Schule in Münster liegt, mit ins Spiel.

„Vergessen,“ meinte nun eine optimistisch-trotzig in die Zukunft blickende Schulleiterin vor drei Dutzend Einweihungsgästen, unter denen Fleischmann nicht weilte. Sie freute sich, dass mit dem ASB eine professionelle Betreuung gewährleistet sei, dass die Kommune den Pakt mit 6 000 Euro jährlich unterstützt und der Betrieb pünktlich zum Schuljahresbeginn am 28. August vergangenen Jahres aufgenommen werden konnte. Zwar räumten noch tags zuvor Lehrer und ASB-Betreuer die auf den letzten Drücker gelieferten Möbel ein und putzten die letzten Handwerkerspuren weg, „doch es hat ja geklappt“. Warum dann so spät Einweihung gefeiert wurde? Nun, bis vor kurzem fehlten noch einige Abnahmen am Langzeit-Bau.

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Jan Lutz von der Fachbereichsleitung Bauunterhaltung des Da-Di-Werkes und Bauleiter Orhan Bozkurt verfolgten die Erinnerungen schweigsam, auch ihr Chef war zur offiziellen Einweihung nicht zugegen. Und sie sollten dann auch Lob erfahren dafür, dass es doch noch geklappt hat mit dem Betreuungspavillon, für den das Da-Di-Werk seit Sommer 2016 insgesamt rund 465 000 Euro investierte. Den größten Anteil daran haben die beiden Container für rund 370 000 Euro. Der restliche Betrag verteilt sich auf die Einrichtung der Essensausgabe im Hauptgebäude mit den zugehörigen Umbauten, die Erstellung der Baustraße und Feuerwehrzufahrt sowie den haustechnischen Anschlüssen.

Bürgermeister Gerald Frank erachtete die Nachmittagsbetreuung als „extrem wichtig vor allem für Familien“ und hatte einen Scheck über 500 Euro parat, mit dem ein Tischkicker für die Betreuungskinder angeschafft werden soll. Carina Sehring, pädagogische Leiterin der AWO vor Ort, und Schulleiterin Blitz, betonten, man arbeitete als Team bereits von Anbeginn sehr gut zusammen. Nach ein paar Liedern des Schulchores wurden schließlich die lang ersehnten Räumlichkeiten bei einer Besichtigung gebührend gewürdigt.

Quelle: op-online.de

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