Regenbogenschule feiert 20. Geburtstag

Viel mehr als bloß Unterricht

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Aufmarsch der Geburtstagstorten.

Altheim - Mit einer kunterbunten Party feierten Schüler, Kollegium und Gäste den 20. Geburtstag der Regenbogenschule. Von Ursula Friedrich

Die musikalische Grundschule am Rand des Ortsteiles ist Resultat einer energischen Elterninitiative, die vor 25 Jahren eine adäquate Lernstätte für die Kinder in Altheim einforderte. Heute drücken hier 125 Kinder die Schulbank und werden über den üblichen Lehrplan hinaus, insbesondere im musisch-kreativen Bereich, besonders gefördert.

„In dieser Schule sind Freunde wie wir. Hier ist irre was los und die Freude ist groß, wenn die Schule Geburtstag hat.“ – Mit einem eigens komponierten Geburtstagssong stimmten sich Schüler, Eltern und Gäste auf den tollen Tag an der Regenbogenschule ein. Und mit dem Lied zum 20. Geburtstag der Grundschule war bei der tollen Feier eigentlich alles gesagt. Spielemarathon, Geselligkeit und Spaß standen im Fokus, und natürlich: jede Menge Musik.

Charakteristischste Seite

Mit der bunten Geburtstagsparty präsentierte sich die Schule von ihrer charakteristischsten Seite: Als Lernort und Lebensraum mit musikalischem Schwerpunkt. Zum Auftakt gab es statt langer Ansprachen anmutige Tanzreigen mit riesigen Torten als Requisiten, Mitmachtänze zu Musik aus dem Musical Hair und gar eine phantasievolle Instrumentaldarbietung, über die sich Wolfgang Amadeus Mozart sicherlich gewundert hätte: Sein türkischer Marsch wurde mit einer Soundkomposition aus gelben Säcken rhythmisch begleitet – eine Begegnung von Klassik und 21. Jahrhundert.

Schulleiterin Helga Blitz ließ in ihrer Begrüßungsrede noch einmal die Geschichte der Regenschule Revue passieren. Recht provisorisch waren Altheims Grundschüler im Schoeltzke-Haus untergebracht, während engagierte Eltern vehement eine richtige Schule forderten. Fünf Jahre später wurde die Regenbogenschule zum Schuljahr 1992/93 eröffnet und war mit ihrem Schulprogramm in vielerlei Hinsicht Vorreiter in der hessischen Schulszene. Hochbegabtenförderung, musikalische Schwerpunkte, Schultheater, Kompetenzenstärkung, Forscherwerkstatt und mehr sind bis heute Alleinstellungsmerkmale.

„Alles war groß, bunt und neu“

„Ich bin damals aus dem Souterrain des Schoeltzke-Hauses in die vierte Klasse in die Regenbogenschule gekommen“, erinnert sich Nicole Essinger aus der ersten Schülergeneration, „alles war groß, bunt und neu.“ Die Qualität der Schulinhalte weiß sie heute zu schätzen, „und ich bin froh, dass jetzt auch meine Tochter Mandy hier die vierte Klasse besucht.“

Die Regenbogenschule feierte sich und ihren 20. Geburtstag mit vielen Gästen und Ehemaligen.

„Hier herrscht eine wunderbare Atmosphäre“, sagte Schulamtsdirektor Dieter Eitel, der selbst zwei Kinder an die Regenbogenschule schickte, „ich wünsche mir, dass alle Grundschulen rhythmisierte Ganztagsschulen bis 14.30 Uhr werden und mehr als nur Unterricht bieten.“

Im 20. Jahr der Regenbogenschule gibt es freilich noch Wünsche. Zum Beispiel einen angelegten Schulhof. Die Verlagerung der Betreuung aus dem TSV-Heim in einen großen Schulcontainer steht nun allerdings als erstes an. Bevor die Pläne für das Außenareal geschmiedet werden können, ist noch etliches abzuklären. Typisch für die Regenbogenschule: Mit viel Engagement haben Schüler und erwachsene Helfer selbst das Heft in die Hand genommen und einen Barfußparcours installiert. Der wurde anlässlich der Geburtstagsfeier wie viele andere Feierstationen tüchtig erprobt.

Vom Erdgeschoss bis in den ersten Stock und rund um die Schule wurde an Spiel- und Erlebnisstationen gefeiert, geschaut und geschmaust. Vielleicht ist das Außenareal bis zum kleinen Jubiläum realisiert. Wenn die Regenbogenschule in fünf Jahren ihr 25-jähriges Bestehen feiert, ist es dann für Helga Blitz Zeit, in den Ruhestand zu gehen.

Quelle: op-online.de

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