Hochbegabt Puppen tanzen lassen

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Volles Haus zum Projekttag in der Altheimer Regenbogenschule.

Altheim - Da haben sie aber die Puppen wieder einmal tanzen lassen zum Abschluss ihrer Projekttage, die zehn Lehrer und 133 Schüler an der Regenbogenschule. Von Thomas Meier

Und noch niemals in den 19 Jahren des Bestehens der Grundschule waren so viele Eltern mit ins Geschehen einbezogen wie in diesem Jahr, freute sich Schulleiterin Helga Blitz beim Abschlussfest, das große Engagement aller lobend.

„So wie sich im Regenbogen alle Farben treffen, so sollen sich in unserer Schule Kinder in all ihrer Unterschiedlichkeit begegnen“, heißt es in der Präambel des Schulprogramms, und dem wurden die Pädagogen mit den Projekttagen mehr als gerecht. Zehn ausgesuchte Vorhaben wurden umgesetzt: Kochen, Müll, Seilspringen, Marionetten, Druck, Wandern, Instrumente, Papier, Tanz und Naturbasteln.

„Selbstvertrauen, Lebens- und Lernfreude, Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft zu erhalten und zu fördern ist unser Ziel. Die Kinder sollen bei der Entwicklung von Kompetenzen unterstützt, beraten und begleitet werden“, sagt die Leiterin der Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt und der Hochbegabtenförderung. Von beidem war freilich auch viel in die Projekte geflossen, von denen Ausstellungen in den Klassenräumen und Gängen kündeten, die aber auch in praktischen Vorführungen demonstriert wurden.

So beispielsweise ließen die Instrumentenbauer im Schulfoyer ein Klangerlebnis mit selbst gebauten Trommeln und Tröten vom Stapel. Und die Puppenwerkstatt ließ ihre Marionetten lebendig werden, als sie an ihren Strippen vor dem Treppengeländer tanzten. Klar, dass da die Handyphotoapparate und Videocams heiß liefen.

Modenschau und Kochshow

Eine etwas andere Modenschau lieferten die Designer unter den Grundschülern ab. Sie kreierten kreative Fashion und Kunst aus Müll. Mindestens ebenso mit Beifall belohnt wie diese Werke wurden die Vorführungen der Tanzprojektler, die Choreografie und Improvisation geschickt miteinander verbanden.

Und besonders beliebt machten sich die Schüler, deren Projektschau kulinarische Ergebnisse beinhalteten. Die Kochshow wurde zum Genuss für Aug´ und Mund.

In der Turnhalle konnten sich die Besucher der Projektschau beim Rope-Skipping, dem guten alten Seilspringen mit musikalischer Taktvorgabe, üben. In der Druckerwerkstatt wurde mit Farbe, Lettern, Winkelhaken und Walzen hantiert, und was man alles mit Papier anstellen kann, zeigten Kids in einem Klassenzimmer.

Fürs 20. Jahr des Schulbestehens haben Pädagogen und Förderverein sich bereits Ziele gesteckt und Ansprüche bei Kreis und Schulamt angemeldet. Bewilligt wurden bereits weitere Räumlichkeiten, die dringend für die Betreuung in einer Ganztagsschule benötigt werden. In Form von Pavillons sollen hier Container Abhilfe schaffen. Und er Schulhof soll schülerfreundlicher gestaltet werden. Allein hierfür wurde der Bedarf von etwa 30 000 Euro ermittelt.

Bevor allerdings nicht die Pavillons stehen, ist eine konkrete Schulhofplanung, zu der auch ein Schulgarten gehören wird, nicht möglich. Aber in die Planung mit einbezogen sein wird der aus der Schweiz stammende Künstler Roger Rigorth, der seit geraumer Zeit in Altheim lebt und sich bestens auf die Raumkunst versteht.

Quelle: op-online.de

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