Rekordfang an Münsters Bitzensee

31 Kilo schweren Karpfen an Land gezogen

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Christian Kraus ging dieser 62 Pfund schwere Marmorkarpfen am Bitzensee in Münster ins Netz.

Münster - Zu einem ganz besonderen Fang kam es jetzt am Bitzensee. Aus dem vereinseigenen Gewässer des Angelsportvereins Münster zog Christian Kraus einen sehr seltenen, aber auch sehr schönen und überaus schweren Fisch heraus.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde Kampf am Haken hob der Angler einen Marmorkarpfen mit einer Größe von 1,20 Metern und einem Gewicht von 62 Pfund mit dem Kescher ans Ufer. Mit diesem ganz speziellen Fang ging am Bitzensee einer der größten Fische, der je aus dem Vereinsgewässer gezogen wurde, ins Netz. „Diese Art von Karpfen ist sehr scheu und daher auch schwer zu fangen, ebenso ist es schon wegen seiner natürlichen Futteraufnahme sehr selten, das ein solch schöner Fisch überhaupt mal beißt,“ erklärt Vereinsvorsitzender Klaus Däschler.

Der Marmorkarpfen ist eigentlich ein geselliger Freiwasserfisch und in asiatischen Flüssen beheimatet. In den 1960er Jahren wurde er mit Graskarpfen und Silberkarpfen aus Asien nach Europa zur Bekämpfung von Wasserpflanzen eingeführt, oftmals unter dem Sammelbegriff „Ostasiatische Pflanzenfresser“. Bald stellte man allerdings fest, dass der Marmorkarpfen zu diesem Zweck nicht geeignet ist, da er sich hauptsächlich von Zooplankton ernährt, das er aus dem Freiwasser filtert.

In seiner Heimat erreicht der Marmorkarpfen im Ausnahmefall Längen bis zu zwei Meter, in Mitteleuropa bis zu eineinhalb Meter bei etwa 50 Kilogramm. „Auch im Bitzensee wollte man mit dieser Art von Karpfen den sehr starken Bewuchs im See reduzieren und unsere Vorgänger haben vor Jahren schon eine große Stückzahl dieser Fische eingesetzt“, weiß Vorsitzender Däschler zu berichten. Seit nunmehr drei Jahren sei der Bitzensee das Bewuchsproblem durch andere gezielte Maßnahmen vollständig los. So hätten sich die Marmorkarpfen in Ruhe entwickeln können und wurden immer wieder an der Oberfläche des Sees gesichtet, wenn die Sonne am späten Nachmittag günstig steht.

„Ich bin sicher, dass wir noch mehr solcher fantastischen Fische auch in dieser Größe oder noch größer bei uns im See haben und mal schauen, wie der Marmorkarpfen sich weiterentwickelt,“ sagt Däschler.

tm

Quelle: op-online.de

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