Rock meets Orchestra

Orchester trifft auf harte Beats

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Das Jugendorchester ließ das gemeinsame Konzert mit „fremden“ Bands nach neun Jahren wieder aufleben.

Münster - Als die Veranstaltung „Rock meets Orchestra“ des Musikvereins Münster 2004 letztmals stattfand, waren sie teils noch im jungen Teenie-Alter: die Hauptakteure des Samstagabends in der Kulturhalle.

„Rock meets Orchestra 4.0“ zog ein gemischtes Publikum an - mehr als 300 Musikfans insgesamt.

Denn nicht nur im Jugendorchester des Musikvereins, auch in den beiden mitwirkenden Bands sind die Mitglieder im Wesentlichen meist um die 20 Jahre alt, mitunter ein wenig älter. Neun Jahre nach der letzten Auflage trugen The Pins aus Münster und Basement Riot aus Rödermark vor mehr als 300 Musikfans nun selbst zu einem nicht ganz gewöhnlichen Konzert bei.

Unter dem Titel „Rock meets Orchestra 4.0“ – das „4.0“ stand für das nun insgesamt vierte Mal, da die Veranstaltung über die Bühne ging – trafen titelgerecht rockige Gitarrenriffs auf die ganze akustische Wucht des Jugendorchesters unter der Leitung von Mathias Jäger. Die Struktur des Abends: Den Auftakt machte das Jugendorchester solo, etwa mit „Queen in Concert“ und Stücken von Coldplay. Schon die sind für derlei Orchester, die sich oft dann doch bevorzugt der Klassik zuwenden, relativ außergewöhnlich. Dann traten im ersten Konzertteil Basement Riot (Sängerin Julia Pühler, Bassist Jimi Joel Eyrich, Drummer Lukas Reiß und Gitarrist Tim Neckermann) gemeinsam mit dem Orchester auf, etwa mit „Born to be wild“ und „Smoke on the water“. Der Europe-Song „The final countdown“ bedeutete anschließend tatsächlich den Countdown vor dem Soloauftritt von Basement Riot, die zum Ende der ersten Konterhälfte noch einmal alleine rocken durften.

Bunter Musikmix

Das Jugendorchester sammelte sich unterdessen für den zweiten Abschnitt, in dem man sich ausschließlich auf gemeinsame Arbeit mit den aufstrebenden Lokalmatadoren The Pins (Sängerin Michelle Bürner, Drummer Manuel Stork, Keyboarder Andreas Haus, Bassist Tobias Rosskopf und Gitarist Marcel Bürner) konzentrierte. Die Ballade „Nothing else matters“, die ausgerechnet der größte Erfolg der Heavy-Metal-Band Metallica wurde, stand hier neben Classic Rock wie „Highway to hell“. Der Mix wurde auch dem altersmäßig gemischten Publikum gerecht. Der dennoch ziemlich hohe Anteil an jungen Gästen freute den Musikverein umso mehr, da diese in der Regel nicht den Großteil der Zuschauer auf den Konzerten des Vereins ausmachen. Der Abend klang mit The Pins solo aus. 

 jd

Quelle: op-online.de

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