Römerman

Sean Donnelly schafft neuen Streckenrekord

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Die Schaafheimer Ruth Wolf und Roland Trippel waren die Schnellsten des Teams Scheffemer Drebbehogger.

Dieburg - Raus mit Applaus: Als Sean Donnelly am Sonntag beim zweiten „Römerman Dieburg | 140. 6 Team“ dem Wasser des Freibads entstieg, deutete sich bereits an, dass der Dieburger sein Heimspiel gleich bei der ersten Teilnahme gewinnen würde. Von Jens Dörr

Wie ein Fisch hatte Donnelly die 400 Meter durchschwommen und seine am Samstag zuvor beim Hessenmeisterschafts-Sieg auf der Mitteldistanz gezeigte glänzende Form unterstrichen. Dass der Triathlet aber sogar einen neuen Streckenrekord aufstellen und die Zeit des Deutschen Duathlon-Meisters Patrick Lange von 2012 unterbieten sollte, war nur bedingt zu erwarten gewesen. Der Sieg Donnellys war aus Dieburger Sicht das I-Tüpfelchen auf einen fast makellosen Wettkampf mit mehr als 1 000 gemeldeten Athleten und der erstmaligen Austragung des HTV-Nachwuchscups.

Die Schaafheimer Ruth Wolf und Roland Trippel waren die Schnellsten des Teams Scheffemer Drebbehogger.

Im Zielbereich zog dann bereits jeder Athlet des Team- und Einzelwettbewerbs für sich ein erstes Fazit. Claudia Fiebig-Keller wunderte sich, dass sie schneller als im Vorjahr war. „Schließlich musste man mit dem Rad in der Wechselzone diesmal deutlich länger laufen“, meinte sie, die erneut Stadtmeisterin in genau 60 Minuten wurde. Allerdings war die Radstrecke etwas einfacher, weil flacher zu bewältigen, nachdem die Runde über Semd und Klein-Zimmern einem Wendekurs zwischen Polizeistation und Klein-Zimmern gewichen war. Die war für Zuschauer noch attraktiver und lockte ergo mehr Menschen zum Anfeuern rund um den Kaufland-Kreisel. Bei dem fand etwa Bernd Düsterhöft - in vollem Tempo mit dem Rad ansausend – nicht auf Anhieb den Weg gen Wechselzone zum Laufen. Der Dieburger drehte eine Ehrenrunde im Kreisel, ehe er den 18 Kilometern im Sattel noch 4,2 Kilometer zu Fuß durch den Schlossgarten folgen ließ.

Radstrecke „einfacher als im Vorjahr“

Auch Roland Trippel von den Scheffemer Drebbehogger bewertete die Radstrecke als „einfacher als im Vorjahr“. Fast optimales Triathlonwetter mit etwas Wind, dafür aber trockenem Boden und moderaten Temperaturen spielten den Sportlern in die Karten. Der Frankfurter Detlef Saemann, in der Region als Laufschwein im rosa Kostüm bekannt, bewertete die Auftritte vieler gerade weniger trainierter Teilnehmer als „zu verbissen und verkrampft“. Während er, der seinen ersten Triathlon „finishte“, sich Zeit für allerlei Schweinereien auf und neben der Strecke nahm, erlitt eine Starterin auf dem Rad einen Kreislauf-Kollaps, stürzte und musste mit dem Helikopter nach Frankfurt in die Unfallklinik gebracht werden. „Das sehen wir als Veranstalter natürlich gar nicht gerne“, sagte Sebastian Dehmer, Römerman-Macher zusammen mit David Thomas, nach dem Rennen. Ein erstes überschwängliches Resümee ließ er sich dennoch nicht nehmen: „Das war richtig top. Das Wetter hat gestimmt und alle strahlen.“

Strahlen durfte am Ende auch Alexandra Behrens vom DSW Darmstadt, am Start für das Team Equipe Red. Sie wurde in 56:10 Minuten die schnellste Frau. Donnelly setzte in 50:04 Minuten derweil eine Bestmarke, die lange Bestand haben könnte.

Mit dem Römerman Dieburg soll es auch nächstes Jahr weitergehen, dann unter dem Namen „140.6 Team“. Vielleicht werden aus den diesjährigen närrischen 88 Mannschaften sogar 100 oder 111. Die Mundpropaganda dürfte nach dem diesjährigen Erfolg jedenfalls ihr Scherflein zum nochmaligen Wachstum beitragen.

Quelle: op-online.de

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