Rück-Umzug ins Haus der Kinder

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Das Containerdorf für die ausgesiedelten Nutzer vom maroden Haus der Kinder wird Ende des Monats wieder geräumt. Knapp 90 Kinder und die Erzieherinnen dürfen nach Abschluss der erneuten Sanierung zurück an die Stettiner Straße.

Münster - Die Zeit im kleinen Containerdorf neben der großen Kulturhalle – sie geht zu Ende. Ende des Monats bereits werden erneut rund 300 Kartons gepackt sein, die ziemlich genau ein Jahr nach Zwangsauslagerung wieder zurückgekarrt werden wollen ins Haus der Kinder. Von Thomas Meier

Und kurz nach den Kartons kommen dann auch wieder die Namensgeber in ihre Heimstatt an der Stettiner Straße zurück: die Kita-Kinder mit ihren Erzieherinnen haben die Zeit der „vollumfänglichen Sanierung“ überstanden. Eine Komplettsanierung oder gar ein Neubau waren aus Kostengründen nicht zu stemmen.

„Alles im grünen Bereich. Wir sind sowohl im Zeit- wie auch im Kostenplan geblieben“, berichtet auf Nachfrage ein relativ zufriedener Bürgermeister Walter Blank. Der zuletzt im Haushalt eingestellte Betrag von 1,05 Millionen Euro reicht, die eigentliche Sanierung, einmal veranschlagt gewesen mit 715 000 Euro, sei etwas günstiger als angenommen ausgefallen.

Allein 200 000 Euro am Gesamtprojekt hatte die Auslagerung über den zunächst auf neun Monate taxierten Sanierungszeitraum verschlungen. Die Kosten hierfür waren vielschichtig verteilt. Den Löwenanteil machte die Miete für das sich als höchst kommod herausgestellte Containerdorf aus. Die Gemeinde musste sich für die Errichtung der „baulichen Anlage auf Zeit“ gar eine Baugenehmigung auf zwei Jahre besorgen, vereinbarte mit der Verleihfirma auch die Möglichkeit auf Verlängerung, sollte es im angepeilten Zeitraum mit der Sanierung nicht klappen. Doch es passt.

Schutz der Kita-Kinder

Und den Stabgitterzaun, den Münster extra zum Schutz der Kita-Kinder ums Asyl ziehen ließ, kaufte die Gemeinde gleich von einer Dieburger Firma. So etwas zu mieten käme zu teuer, außerdem sind sich die Verantwortlichen sicher, für solch eine Anschaffung auch anderweitig bald wieder Verwendung zu haben.

Nun gilt es, die 517,4 Quadratmeter der komfortablen „Notbehausung“ wieder zu räumen. 300 Kartons waren vor einem Jahr gepackt worden, weniger werden es nun auch nicht sein. 400 Kubikmeter an Möbeln und Einrichtung wollen zudem ins Haus der Kinder an der Stettiner Straße zurückgebracht werden. Dort sind derzeit Arbeiter mit dem letzten Schliff im Innern beschäftigt. Städtische Bedienstete hübschen die Außenanlage auf, bringen Rindenmulch um Spielgeräte aus und bereiten den großen Wiedereinzug vor.

Dann können die Waschbären-, Panda-, Koala- und Eisbärenkinder mit ihren Gruppen die Regentschaft wieder übernehmen. Bis zur nächsten Sanierung...

Quelle: op-online.de

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