Sängern ganz nah sein

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Nach vierjähriger Pause gastierte der „New Spirit Gospel Choir“ auf Einladung des evangelischen Pfarrers Ulrich Möbus wieder in der Altheimer Kirche. Erneut begeisterten die Sängerinnen und Sänger das Publikum.

Altheim ‐ „Uns ist noch ein wenig kalt. Euch auch? Dann macht mit“, forderte eine der Sängerinnen des „New Spirit Gospel Choirs“ das Publikum zu Beginn des Konzerts in der Altheimer Kirche auf. Bei mitreißenden Gospelsongs, die durch die kraftvollen Stimmen von vier Sängern und acht Sängerinnen den gesamten Kirchraum erfüllten, hielt es bald keinen der rund 150 Gäste ruhig auf den Bänken. Von Ellen Jöckel

„40 Tage Stille – Gott erleben“ heißt das nächste Projekt der Kirchengemeinde. Informationen im Internet.

Fingerschnippend und zum Rhythmus der Musik bewegend wurde es bald allen bei Liedern wie „Every Time I Feel The Spirit“ oder „The Lord Is My Light“ ganz warm ums Herz. Nach vierjähriger Pause ist der Wiesbadener Gospelchor nun wieder zu Gast gewesen. „Wir finden die intime Atmosphäre in der Altheimer Kirche sehr schön. Hier sind wir nahe an den Leuten dran“, sagte Chorleiter Andreas Peters. Seit zwölf Jahren gibt es den „New Spirit Gospel Choir“, der als gemeinnütziger Verein nicht professionell, aber auf höchstem Niveau arbeitet. „Wir hatten immer ein sehr hohes musikalisches Ziel. Wir haben ein schwieriges Programm ausgewählt, um den Chor immer weiter zu bringen. Das zahlt sich dann nach einigen Jahren auch aus“, erzählte Peters. Eigentlich machen bei den „Spirits“ 19 Sänger und Sängerinnen mit, die mit einer Akustikband oder einem Streichquintett auftreten. Für die Kirche in Altheim reichte ein kleineres Ensemble, das wurde von Peters am Klavier begleitet. Außerdem kam bei einem irischen Song eine „Thin Whistle“, eine Flöte aus Metallrohren, zum Einsatz. „Unser Sänger Peter Wenke ist musikalischer Allrounder. Er sagte heute: ,Wenn wir heute ohne Band sind, dann spiele ich die Flöte‘“, so Peters.

Das Besondere an diesem Chor ist auch, dass jeder Sänger ein oder mehrere Soloparts übernimmt. Neben den „Traditionals“ – den alten Sklavenliedern – wie „Oh Happy Day“ gehört insbesondere die zeitgenössische Gospelmusik mit Einflüssen aus Rock, Blues und Funk mit zum Repertoire. Mit dem hohen Anspruch an sich selbst und ihrer überzeugenden Darbietung hat der Chor bereits mehrfach national und international überzeugen können. Dass die Konzerte der „Spirits“ immer wieder begeistern, zeigt auch ihre treue Fangemeinde, die ebenfalls nach Altheim gekommen war: „Wir bewundern die Vielseitigkeit des Chores. Ob mit Band oder Streichern: Die Lieder kommen immer anders rüber. In der Altheimer Kirche singen sie nur mit Klavierbegleitung. Das ist etwas ganz Besonderes“, schwärmte Gerhard Vaeth, der fast bei jedem Auftritt der „Spirits“ dabei ist.

„Die müssen wir haben“

Auch der evangelische Pfarrer Ulrich Möbus war vor fünf Jahren gleich von dem Chor angetan: „Ich habe in der Kirchenzeitung davon gelesen und dachte gleich: Die müssen wir haben!“ Als der Chor 2006 das erste Mal in der Altheimer Kirche auftrat, waren selbst die Plätze hinter dem Altar besetzt. In diesem Jahr blieben diese leer. „Die Kirche war voll und die Stimmung gut. Es hat sich gelohnt“, so Möbus.

Für Alexandra Diehr hat sich der Weg aus Hanau gelohnt: „Der Chor ist wunderbar. Die Stimmen, die Arrangements und auch optisch – alles ist perfekt.“ Gerald Frank aus Münster genießt die Atmosphäre in der Altheimer Kirche und kommt auch gerne zu anderen Veranstaltungen der Evangelischen Gemeinde. „Ich mag die witzige und angenehme Art, wie Pfarrer Möbus interessante Themen rüberbringt. Er ist bemerkenswert engagiert“, lobte Frank.

Quelle: op-online.de

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