Sanierungsstau im Foyer

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Derzeit wird die Lüftungsanlage im Foyer installiert. Es soll Ende Mai wieder zur Verfügung stehen. Das Ende der Gesamtsanierung wird für Ende des Jahres erwartet.

Münster - Was lange währt, ist lange noch nicht gut: Dass die Sanierung der Gersprenzhalle, die dem Kreis und der Kommune Münster gehört, um rund 40 Prozent teurer als nach erster Kalkulation geplant und nun rund 2,5 anstatt 1,8 Millionen Euro verschlingen wird, war bereits bekannt. Von Thomas Meier

Doch gingen die Verantwortlichen im Kreis davon aus, dass die Sanierung, die im Februar 2010 begann, Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein würde. Dem war nicht so. Vielmehr stellte sich nun auch der Fertigstellungs-Termin fürs Foyer zum 1. April als Scherz heraus.

„Die grundhafte Sanierung der Gersprenzhalle hat sich zeitlich verzögert, weil - wie häufig bei Baumaßnahmen diesen Umfangs - immer Überraschungen auftauchen - wie etwa schlechte Betonqualität oder schadhafte Leitungen“, heißt es auf jüngste Nachfrage aus dem Kreisamt hierzu. Die Aussenfassade der Halle und des gemeindlichen Foyers sei jedoch inzwischen komplett fertiggestellt. Derzeit wird die Lüftungsanlage im Foyer installiert, danach können die abgehängten Decken eingebaut werden, und so greift ein Gewerk in das nächste.

„Nach unserem derzeitigen Bauzeitenplan ist das Foyer der Gemeinde Ende Mai fertiggestellt und kann ab Anfang Juni wieder vergeben werden, informiert der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Frank Horneff.

In den kommenden beiden Wochen werde ein Gespräch mit der Gemeinde Münster und dem Da-Di Werk geführt. Und der Kreis räumt einen Fehler ein: „Wir haben sehr spät mitgeteilt, dass der ursprünglich anvisierte Nutzungstermin 1. April 2011 nicht gehalten werden kann. Deshalb sind die Vereine - ein bisschen zu Recht - auch sauer - das tut uns Leid, das war ein Fehler, doch wo gehobelt wird, da fallen Späne...“

Die letztgenannten Kosten (gemeindlicher Anteil insgesamt 840. 000 Euro für das Foyer) würden gehalten. Die fristgerechte Abrechnung der von der Gemeinde im Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen angemeldeten Mittel sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen (Schlussabrechnung bis 31. Dezember 2011).

„Wir rechnen mit der kompletten Fertigstellung von Halle und Foyer voraussichtlich bis Jahresende“, heißt es abschließend aus der Kreispressestelle.

Quelle: op-online.de

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