Schäumende Gersprenz

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Nichts geht mehr am Schulweg gen Eppertshausen.

Münster/Eppertshausen (tm) ‐ Die Pegelstände der Gersprenz in Groß-Bieberau und Harreshausen ließen die Mitarbeiter der Ordnungs- und Bauämter in Münster und Eppertshausen gestern nicht aus dem Blick, riefen sie nahezu stündlich ab.

Die langanhaltenden Niederschläge der Nacht haben das Flüsschen aus dem Odenwald zu bedrohlicher Größe anschwellen lassen und auch tagsüber wollten die Niederschläge nicht nachlassen. Vor allem an den bekannten Überlaufstellen schauten immer wieder Gemeindemitarbeiter vorbei. Einige Straßen, vor allem an den Feldgemarkungen, wurden für den Verkehr gesperrt.

Bilder vom Hochwasser in der Region:

Hochwasser in der Region

In Münster galt das Augenmerk vor allem der nahe des Ortsausgangs gelegenen Munastraße. Zwischen dem Ortsschild und der Anhöhe über die B 45 in Richtung Breitefeld liegt nämlich genau die Stelle im Gersprenzverlauf, wo der Fluss gern zuerst über sein Bett hinaustritt. Und dies ziemlich genau dort, wo die kleine Brücke übers sonst so harmlose Flüsschen führt.

Übermütig schäumt die sonst so harmlos dahinplätschernde Gersprenz am Werlacher Weg in Münster.

Matthias Jelinek vom Ordnungsamt Münster: „Hier stehen unsere Leute Gewehr bei Fuß, um rechtzeitig vor dem Überlauf den Straßenabschnitt zu sperren.“ Denn wenn hier erstmal dieser Moment gekommen ist, stehen die umliegenden Wiesen und Gärten blitzschnell unter Wasser. Und so „erwischte“ es auch schnell den parallel zur Munastraße führenden, etwas tiefer liegenden Radweg, der von den Wassermassen überspült wurde. Hier hieß es für Fußgänger und Radler schon am Vormittag: umdrehen. Die Autolenker hingegen hatten Glück: Es spritzte nur gewaltig, wenn sie durch die zwei, drei überspülten Bereiche fuhren. Wenige Zentimeter mehr, und der Abschnitt hätte geschlossen werden müssen.

Die Abfahrt von der B 45 zum Breitefeld und die Munastraße von dort bis zum Kreistierheim oder den Ortsteil Breitefeld tangierte dies Hochwasser nicht. Der Streckenabschnitt liegt etwas höher als der Bereich am Ortsausgang Münsters.

Auch ein Augenmerk richtet die Gemeinde bei Hochwassergefahr stets auf die Wiesen hinter der Kläranlage. Zwar ist dies schon immer eine Überflutungfläche, doch tummeln sich dort auch bei Schlechtwetter gern Gassi-Geher, Jogger oder Radfahrer. Hier werden im Bedarfsfall die Feldwege weiträumig gesperrt.

In Eppertshausen mussten vor allem die Schulkinder sehen, wie sie wieder heimkommen, so sie in Münster auf die Schule gehen und den Feldweg über das Ahland nutzen. Morgens noch passierbar, kündeten mittags am Ortsausgang von Eppertshausen und von Münster her kommend Schilder, dass der Schulweg unter Wasser steht. Hier war nur noch für Traktoren ein Durchkommen möglich.

Quelle: op-online.de

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