Schneewittchen reicht ein Zwerg

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Selbstverliebte Eitelkeit spielt bei Schneewittchen ewiglich die tragende Rolle.

Münster - „Spieglein, Spieglein an der Wand. . . “. . . wer die Schönste im Land ist, und welchen Preis Schönheit selbst im Märchen kostet, erlebten am Samstag Nachmittag 180 Gäste in der Kulturhalle Münster.

Die Aschaffenburger Theatergruppe „Story Stage“ brachte die spannende Geschichte um eifersüchtige Schwiegermütter, verliebte Adelige und die ebenso naive wie aparte Protagonistin ganz eigenwillig auf die Bühne: Das Ensemble, lediglich drei Schauspieler stark, interpretierte das Stück mitunter etwas eigenwillig. So gab das im Original erlegte Tier in diesem Bühnenstück nicht sein Leben, sondern lediglich eine Organspende.

Und mangels weiteren Schauspielern wurden die sieben Zwerge von nur einer Person verkörpert. Im ebenso humorvollen wie spannenden Märchen kamen somit Besucher jeden Aters auf ihre Kosten.

Mit beeindruckenden Bildern zeigt dieses Theaterstück die Geschichte von der verfolgten Schönheit, von selbstverliebter Eitelkeit, bitterem Neid bis hin zu mörderischer Eifersucht. Doch da auch diese Theaterfassung durch Humor und herzerfrischenden Überraschungen das dramatische Geschehen mildert, war es für Kinder eine wahre Freude, bis hin zur Erlösung zuzusehen und mitzufiebern.

„Wir möchten Kultur nach Münster bringen“, sagte Gabriele Kündiger, Leiterin des evangelischen Kindergartens, der den Theaternachmittag veranstaltete. Und alle Kindergärten mit einlud. Früher sei die Resonanz noch größer gewesen, sagte die Erzieherin, deren Betreuungseinrichtung seit vielen Jahre Theaternachmittage in der Kulturhalle organisiert. Wegen des großen Angebots hat die Nachfrage leicht nachgelassen.

Die moderaten Preise gewährleisteten auch diesmal wieder, dass auch Kinder aus sozial schwächeren Schichten mit Schneewittchen und den sieben Zwergen mitfiebern konnte.

ula

Quelle: op-online.de

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