Schneise für die Fluss-Renaturierung

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Bevor die Flussnatur zurückkehren kann, muss natürlich zwischenzeitig Gewachsenes erst mal beseitigt werden.

Münster (tm) - Die Gersprenz ist ein Naturraum, dem man auch natürliches Verhalten zubilligen muss. So lautet die Begründung für die vom Land geförderte 465.000 Euro teure Renaturierung eines Teilstückes des Flusses in Münster.

Am Ortsausgang in Richtung Eppertshausen bereiten die Bagger derzeit das Terrain für den Weg zurück zur Natur.

Noch liegt durch Begradigung, Ufersicherungen und einem „monotonen, kastenartigen Abflussprofil“, wie es die Wassertechniker beschreiben, ein naturferner Gewässerzustand vor. Und der entspricht nicht den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Zudem ist durch zwei Abstürze die Aufwärtswanderung für Fische nicht möglich.

Die zu renaturierende Strecke hat eine Länge von rund 150 Meter. Dieser in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vom Reichsarbeitsdienst künstlich und schnurgerade angelegte Flusslauf bekommt nun einen Schwenk über eine der Gemeinde gehörende Ackerfläche. Das Gewässerprofil wird ausgeweitet, ein Wasserbett mit unterschiedlichen Breiten und Wassertiefen wird entstehen, das sich dann eigendynamisch entwickelt.

Quelle: op-online.de

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