Großer Auftritt in der Alten Oper

Schüler moderieren HR-Konzert

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hr-Moderatorin Ariane Wick und Techniker Jochen Doufrain (rechts) besuchten die G10a an der Aue-Schule. Sie gaben wertvolle Tipps für die Moderation des Konzertes Mitte Januar in der Alten Oper, die den Münsterer Schülern obliegen wird.

Münster - Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die Klasse G10a der Schule auf der Aue bereitet sich für ein Konzert des HR-Sinfonieorchesters Mitte Januar vor. Sechs Schüler werden es moderieren. Von Thomas Meier

Jetzt waren Profis des Hessischen Rundfunks im Unterricht, um den Gymnasiasten Tipps fürs Unterfangen zu geben. Die Schule auf der Aue ist „Spielzeitschule“ des Hessischen Rundfunks und die Klasse G10a bereitet für das eigens hierzu initiierte Konzert des HR-Sinfonieorchesters – es wird am 17. Januar in der Alten Oper Frankfurt gegeben – eine multimediale Präsentation vor. Diese wird am Konzerttag mit einer Leinwand im Foyer der Alten Oper vorgestellt. Doch damit nicht genug: Sechs Schüler sollen als Moderatoren durch das Konzert führen. „Wir werden uns dabei mit dem Thema Freiheit beschäftigen, da alle drei Stücke, die an diesem Abend aufgeführt werden, die Freiheit thematisieren“, erklärt Cornelia Krones, Fachbereichsleiterin Musik an der Schule mit Schwerpunkt Musik. Dritter Beitrag zum Konzertprojekt in Frankfurt: Die Schüler werden in kurzen Videosequenzen Situationen zeigen, in welchen sie sich frei fühlen.

Bereits zweimal waren Münsterer Aue-Schüler bei dem HR-Projekt der „Spielzeitschule“ dabei. 2014 intonierten sie dabei Antonín Dvoráks 9. Sinfonie, 2016 spielten sie die „Finlandia“ des finnischen Komponisten Jean Sibelius. Nun steht das Konzert zur etablierten Spielzeitschule unter dem Motto „Flügel der Freiheit“. Diesem hehren Thema verschreiben sich auch die Schüler der G10a, deren Musikunterricht in diesem Schulhalbjahr ganz dem Projekt gewidmet ist und in das sie bereits viel Leistung investiert haben.

Das Moderieren eines Konzertes in der Alten Oper ist eine große Aufgabe. Verbunden mit einem nicht leichten Thema sind sich die Schüler ihrer Aufgabe bewusst. „Sie beschäftigten sich bereits mit dem Thema, sammelten Erfahrungen hierzu und interviewten für ihre geplante multimediale Präsentation einige Leute“, sagt Lehrerin Krones. Erste Frage lautete, was bedeutet Freiheit für uns? Reiten durch Wiesen und Auen, mit dem Hund herumtollen, im eigenen Chemielabor schalten und walten lauteten einige selbstgegebenen Antworten. Doch wurden auch Philosophen zur Freiheits-Interpretation herangezogen. Und ganz besonderen Eindruck machten die Aussagen einer Mitschülerin aus Somalia. Sie berichtete als Flüchtling, was ihr Freiheit bedeutet. Ganz neue Werteaspekte kamen zutage.

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Der ungarische Komponist Peter Eötvös komponierte eigens ein Stück zum Thema Freiheit. Und die Aue-Schülern führen zum Konzert eine Eigenkomposition auf, die aus Ulrich Pietschs Feder stammt, der als ehemaliger Musiklehrer und Unterstützer des Schulorchesters als Cellist mit an Bord ist. Noch hat dieses Werk keinen Namen, als Grundlage dienten allerdings Sophie Scholls letzte Worte „Es lebe die Freiheit“.

Die 22 beteiligten Aue-Schüler investieren neben dem normalen Musikunterricht vier Projekttage in das Vorhaben. Zwei liefen Anfang dieser Woche. Der HR stellte ihnen einen Medien- und einen Moderationscoach zur Seite, die an die Schule kamen werden, um mit der Klasse zu arbeiten. Am Montag waren HR-Moderatorin Ariane Wick und Techniker Jochen Doufrain zu Gast, um in mediale Techniken einzuführen, gestern kam Moderatorencoach Stefan Hoffmann extra aus Zürich angereist, um über klassische Gala- und Tagungsmoderation mit personen- und sachbezogenen Anmoderationen, Gesprächsführung bei Interviews und in Gesprächsrunden zu referieren. Gefördert wird das Projekt der Spielzeitschulen vom Hessischen Kultusministerium, koordiniert vom Netzwerk „Musik und Schule“.

Quelle: op-online.de

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