Gelungene Basisarbeit

Schüler musizieren in der Kulturhalle Münster

+
Die Streicher-AG der Friedensschule Groß-Zimmern und der Goetheschule Dieburg unter Leitung von Ruth Schwachhöfer nahm an der Regionalbegegnung in Münster teil.

Münster – Die Kulturhalle in Münster war am Freitagvormittag erneut Austragungsort für die Regionalbegegnung von Schülern aus einem Dutzend Schulen der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Bergstraße sowie aus Rodgau und der Stadt Darmstadt.

Seit 2006 richtet die Münsterer Schule auf der Aue die Regionalbegegnung der jungen Musiker aus, bei der eine Gruppe für die Landesbegegnung ausgewählt wird. Der Wettbewerbsgedanke stehe jedoch nicht an erster Stelle, sagte Werner Jank. Der Professor für Musikpädagogik an der Musikhochschule Frankfurt und Vizepräsident des Bundesverbands Musikunterricht hatte einen sehr genauen Blick auf die Musiker-Ensembles auf der Kulturhallenbühne.

„Die Regionalbegegnung ist eine bedeutende Plattform für Schüler und Lehrer, um zu sehen was musikalisch an anderen Schulen passiert. Wie setzen Lehrer-Kollegen an anderen Schulen ihren Musikunterricht um? Welche Stücke wählen sie für die verschiedenen Musikklassen aus und wie bauen sie ihren Unterricht auf? Für solche Fragen ist die Regionalbegegnung ein wichtiger Ort des Austauschs“, sagte Professor Jank.

Die Eröffnung der bedeutenden musikalischen Veranstaltung übernahm das Orchester der Schule auf der Aue unter Leitung von Cornelia Krones, die zwei Stücke – Sinfonia in G von Domenico Gallo und Sinfonie Nr. 1, zweiter Satz von Ludwig van Beethoven – arrangiert hatte. Die Leiterin des Fachbereichs Musik an der Aueschule ist seit 2006 federführend verantwortlich für die Organisation der Regionalbegegnung. Seit 2002 nimmt die Aueschule selbst an der musikalischen Begegnung teil, die zunächst in Frankfurt stattgefunden hatte.

„Dass wir die Ausrichtung übernehmen konnten, lag auch daran, dass der damalige Bürgermeister Walter Blank uns die Kulturhalle kostenfrei zur Verfügung stellte“, sagte Cornelia Krones. Münsters amtierender Bürgermeister Gerald Frank setzte die Unterstützung der Schule fort, sodass die Begegnung der regionalen Schüler-Ensembles in der Gemeinde bestehen bleibt. Dennoch sind Fachkollegium und Schüler über ihre Auftritte hinaus gefordert, zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Mit dem Verkauf von Speisen und Getränken finanzieren die Schüler die Reinigung der Kulturhalle, die nach jeder Veranstaltung obligatorisch ist. Zudem haben zwei zehnte Klassen die Aufgabe, hinter den Kulissen nach dem Rechten zu sehen, darauf zu achten, dass die Zeitpläne eingehalten werden und für einen reibungslosen Ablauf der Bühnenaufbauten zu sorgen.

Immerhin sind auch beim diesjährigen Musikertreffen 500 Schülerinnen und Schüler in der Kulturhalle, um selbst zu musizieren und den anderen Ensembles zu lauschen.

„Musik im Orchester oder in einem Chor ist mehr als das Spielen eines Instruments oder der Gesang in der Gruppe“, sagte Werner Jank. „Musik gibt Kindern und Jugendlichen auch die Möglichkeit, Erfolgserlebnisse zu erzielen und über die Musik hinaus an persönlicher Stärke zu gewinnen.“ Positiv bewertete der Professor für Musikpädagogik die oftmals sehr gelungene Basisarbeit, von der möglichst viele Kinder profitierten. Die Absicht der jeweiligen Musiklehrer sei klar erkennbar.

„Es ist schön zu sehen, dass Musik an Schulen präsent ist und durchaus in den Schulalltag einfließen kann“, meinte Werner Jank, nachdem die Streicher-AG der Friedensschule Groß-Zimmern und der Goetheschule Dieburg eine beeindruckende Leistung gezeigt hatten. Gerade an Grundschulen sei der Anteil an Fachlehrern zu gering, was sich immer wieder in vielen Ausfällen des Musikunterrichts zeige. (zeta)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare