Darmstadt-Dieburg

„Schule und Bildung ist ein zentrales Thema“

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Sein Wahlprogramm und die neue Homepage hat CDU-Landratskandidat Harald Buschmann (vorne) zusammen mit Fraktionsvorsitzender Karin Neipp und Kreisvorsitzendem Manfred Pentz in Darmstadt vorgestellt.Foto: Beutel

Nach der turbulenten Phase rund um die Landtagswahl hat es die CDU in Wiesbaden geschafft. Nach der Wahl ist aber vor der Wahl: Auf Kreisebene möchten die Christdemokraten nach langer Durststrecke wieder den Landrat stellen.

Darmstadt-Dieburg (db) - Kandidat Harald Buschmann, Bürgermeister in Erbach, weiß um den Rückhalt in den eigenen Reihen. Im Oktober nominierten ihn 98,9 Prozent der Delegierten. Nun gilt es für den 46 Jahre alten Familienvater, die Bürger im Landkreis zu erreichen. Über 60 Termine hat er seitdem besucht, um sich im Landkreis Darmstadt-Dieburg bekannt zu machen. Denn sein geringer Bekanntheitsgrad ist sein Hauptnachteil gegenüber seinem SPD-Konkurrenten Klaus Peter Schellhaas, der Erster Kreisbeigeordneter und Landratsstellvertreter ist.

Buschmann strebt nichtsdestotrotz den Wahlsieg an, wenngleich er einräumt, nicht die gleichen Fehler machen zu wollen wie die CDU-Kollegen auf Landesebene: „Vor allem der Bereich Schule und Bildung wurde von der Hessen-CDU vernachlässigt. Für mich als gelernter Pädagoge ist dies ein zentrales Thema“, betonte Buschmann bei einer Pressekonferenz in Darmstadt. Dies sei einer seiner drei Schwerpunkte, die der studierte Theologe und gebürtige Dieburger in seinem politischen Programm formuliert, das ab sofort auch im Internet nachzulesen ist. Dazu kommen Absichtserklärungen und Konzepte zu Wirtschaft und Infrastruktur sowie Gesundheit und Alter.

Seine zentrale Aussage, die sich auf alle drei Gebiete übertragen lässt, lautet: Kostenersparnisse und Qualitätssteigerung durch Vernetzung und Bündelung. Allerdings vermeidet es der Christdemokrat, in seinen Handlungskonzepten konkret zu werden: „Meine Ziele sind noch weitestgehend offen formuliert. Mit der Zeit werden noch weitere wichtige Erkenntnisse hinzu kommen“, prognostiziert der Landratskandidat.

Allerdings bezieht Buschmann zu einigen Themenfeldern bereits jetzt schon Stellung. So stimmt er mit Landrat Wilkes überein, dass der Geopark Bergstraße keine weiteren Windräder verträgt. Wobei Buschmann kein Gegner regenerativer Energien ist, er strebe vielmehr die Förderung effizienter Energiemixstrategien an. Überhaupt sei Hessen - und damit der Landkreis - kein Ressourcenland, und in Zeiten knapper Finanzhaushalte müsse man sich offen gegenüber neuen Handlungskonzepten zeigen.

So unterstützt Buschmann beispielsweise Marketingstrategien für den Tourismus, der Hand in Hand mit dem Ausbau bisheriger Infrastrukturen einhergehen müsse. Zudem solle die flächendeckende Internetversorgung mittels Breitbandvernetzung „so selbstverständlich sein, wie Wasser und Strom“. Dabei hat der Landratskandidat insbesondere die Odenwaldregion ins Auge gefasst, um dort neue Konzepte zu verwirklichen.

Mittels eines Wirtschaftskompetenzzentrums plant er Verbesserungen in der Kommunikation mit Betrieben, die, zusammen mit einem effektiven Standortmarketing, die Ansiedelung von Unternehmen erhöhen soll. Neben wirtschaftlichen und ökologischen Ressourcen, setzt Buschmann auch im Bildungssektor auf mehr Vernetzung. Im Zuge der Entwicklung von Ganztagsschulen plant er, gezielt örtliche Vereine in die Projekte mit einzubeziehen, damit deren Angebote vor Ort zum Tragen kommen.

Erstaunt zeigte sich Buschmann, dass der Landkreis mit Groß-Umstadt über lediglich ein eigenständiges Gymnasium verfügt - zu wenig für den CDU-Nominierten: „Schon zu meiner Zeit als Pfarrer wurden viele Konfirmanden gezielt auf Darmstädter Gymnasien geschickt, das muss geändert werden.“

Auch für seinen Schwerpunkt „Gesundheit und Alter“ sieht er Chancen durch Vernetzung: „Doppelstrukturen kosten Geld - wir brauchen auch in diesem Bereich eine effektive Vernetzung“, betont Buschmann. Als Beispiel nennt er die Verbindung von Alten- und Krankenpflegeausbildung.

Darüber hinaus strebt er eine Neuaufstellung des Senio-Verbandes und der Gersprenz gGmbH an, um im Kreis ein bedarfs- und quartiernahes Angebot im Bereich der Altenpflege und Rehabilitation zu gewährleisten.

Buschmann ist sich bewusst, dass er als Landrat im Kreistag keine Mehrheit hätte. Er ist für den Fall eines Wahlsiegs dennoch zuversichtlich: „Es handelt sich ja nicht um unüberwindbare Mehrheiten. Ich werde sachlich auf alle Parteien zugehen, um meine politischen Ziele zu verwirklichen.“

Zeitgleich mit seinem Wahlprogramm hat der CDU-Kandidat seine neue Website vorgestellt. Wer Interesse hat, kann sich informieren unter:

Quelle: op-online.de

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