„Schulen in Hessen musizieren“

Mit Fidel und Gesang

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Afrikanische Volkslieder trug der Chor der Hirschbachschule vor, der mit 80 Stimmen in Münster angereist war.

Münster - Welch ein klangvolles Gewusel beherrschte gestern Vormittag die Kulturhalle Münster. 540 musikalische Schüler aus 14 Schulen trafen sich zur Regionalbegegnung der Landesaktion „Schulen in Hessen musizieren“. Von Thomas Meier 

Das Förderprojekt des Verbandes Deutscher Schulmusiker (VDS) machte zum achten Male in Folge Station in Münster, und die Regionalkoordinatorin, Cornelia Krones von der Schule auf der Aue, weiß auch, warum der Standort so beliebt ist: „Hier ist einfach der richtige Raum für ein solches Großereignis gegeben. Schon die Bühne mit ihrem Platzangebot ist wunderbar.“

Die Fachbereichslehrerin für Musik der Aue-Schule organisiert die größte hessische Regionalbegegnung in Münster seit Anbeginn. Acht weitere Begegnungsstätten gibt es in Hessen, insgesamt nehmen annähernd 3500 Schüler aus über 100 Chören und Instrumentalgruppen teil. Doch mit über 540 Schülern schießt man in Münster den musikalischen Vogel stets ab. Eine Menge Arbeit steckt jeweils in solchen Treffen, „aber die lohnt sich wirklich“, strahlte Krones.

Unerhört spielfreudig und leistungsfähig zeigen sich die Schüler beim Musizieren in den schulischen Arbeitsgemeinschaften. Sie leisten mit der Stimme oder dem Instrument einen unverzichtbaren Beitrag zum Profil ihrer Schule und zeigen, dass dies äußerst sinnvoll sein und Spaß machen kann. „Wie grau wäre das Schulleben ohne die wöchentliche Orchester-, Chor-, Big-Band-Probe oder das gemeinsame Spiel im Klassenorchester“, wissen die Musiklehrer, die die Regionalbegegnung ebenfalls zum Erfahrungsaustausch nutzen. Um die Ergebnisse einmal im Jahr auch außerhalb der eigenen Schule präsentieren zu können, initiierte der VDS die Begegnungen.

Zwar dienen sie auch in geringem Umfang dazu, die Öffentlichkeit auf die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung der Musikerziehung in den Schulen aufmerksam zu machen. Doch vor allem sollen sie Plattform für die beteiligten Schülermusiker sein. Von der Grundschule bis zumGymnasium – alle Schulformen sind bei den Treffen vertreten – kommen die Schüler und schauen, was haben wir erreicht, was machen die anderen, wohin kann sich unser Musizieren entwickeln. „Dieser direkte Austausch ist mit keinem Schulkonzert oder gemeinsamen Proben in den Schulen zu vergleichen. Hier können sich die Kinder entfalten, zeigen, wofür sie geübt haben. Und dies macht allen große Freude“, ist sich Cornelia Krones sicher.

Die Faszination der gemeinsamen Musik erleben, darum geht es.

Sie hat auch die Leitung des Orchesters und Nachwuchsorchesters der Schule auf der Aue inne, und dieser Truppe oblag gestern der konzertante Begegnungsauftakt. Es folgten Ensembles aus Jügesheim, Rodgau, der Bergstraße, Reinheim, Klein-Umstadt und Darmstadt. Aus dem Odenwald, Dietzenbach, Riedstadt und Ober-Ramstadt reisten die Schüler in Bussen an, die Hirschbachschule aus Reinheim ließ gar 80 Schüler nebst Betreuern anrollen. In den Regionalbegegnungen können sich die Teilnehmer auch für einen weiteren Auftritt in der Landeshauptstadt qualifizieren. Neun Ensembles – aus jeder Landesbegegnung eines – werden in Wiesbaden auftreten. Von dort brachte das Orchester der Aue-Schule 2012 gar einen Siegerpokal mit.

„Schule macht Musik“ in der Kulturhalle

„Schule macht Musik“ in der Kulturhalle

Quelle: op-online.de

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