Schulen waren Hauptthema

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Die Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück beantwortete beim Neujahrsempfang die Fragen der Münsterer.

Münster (jas) ‐ Zu Gast beim Neujahrsempfang der Münsterer Sozialdemokraten in der Seniorenwohnanlage waren nicht nur Parteigenossen und Freunde der ortsansässigen ALMA, sondern auch Bürgermeister Walter Blank, der sich zu Beginn einen Seitenhieb gefallen lassen musste.

„Unser Ziel bei den Kommunalwahlen ist es, in Münster die absolute Mehrheit der CDU zu knacken“, postulierte Gerald Frank, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Blank nahm das gelassen zur Kenntnis und Frank hielt einen kurzen Rückblick auf das im vergangenen Jahr Geleistete, darunter die von der SPD initiierten Zukunftswerkstätten, in denen den Bürgern die Gelegenheit gegeben worden war, ihre Gestaltungsideen für Münster einzubringen.

Auch Gastrednerin Rosemarie Lück resümierte in ihrer Funktion als Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Darmstadt-Dieburg über die Geschehnisse und Entwicklungen in der Region: „Auch wenn in der Bundespolitik viel vom Aufschwung die Rede ist, kommt doch bei den Gemeinden, Städten und Landkreisen bislang wenig davon an. Hier ist die Wirtschaftskrise noch nicht bewältigt, doch die Aufbruchstimmung ist deutlich spürbar. Allerdings muss klar sein: Zu allzu hohen Erwartungen sollten sich die Bürger davon nicht verleiten lassen.“

Auch der Bezug zu Münster wurde hergestellt, so sprach Lück die grundhafte Sanierung der Schule auf der Aue ebenso an wie den Neubau der John-F.-Kennedy-Schule, der für die Ganztagsbetreuung der Kinder eingesetzt werden soll. Vieles sei geplant, doch müssten alle Projekte unter dem Diktum des Sparens durchgeführt werden. Im Anschluss an den Vortrag hatten die Gäste die Gelegenheit, der Kreisbeigeordneten Fragen zu stellen. „Wie sieht es denn mit dem Schulstandort Münster aus. Können wir hier noch mit einer Oberstufe rechnen?“, wollte ein Zuhörer wissen. Diesem Ansinnen musste Lück eine Absage erteilen, indem sie ausführte: „Im gerade beschlossenen Schulentwicklungsplan ist das nicht vorgesehen, denn dessen Basis ist die Entwicklung der Schülerzahlen. Wir gehen davon aus, dass diese langfristig in der Region abnehmen werden.“

Vorteile für den Standort Dieburg

Gerald Frank sah auch einen Vorteil in einer großen Oberstufe in Dieburg: „Natürlich ist eine solche Einrichtung direkt vor Ort wünschenswert, doch muss man bedenken, dass diese dann recht klein ausfallen würde. In einer großen Oberstufe haben die Schüler beispielsweise viel mehr Auswahl, weil ein breit gefächertes Kursangebot vorliegen kann. Gerade für die Leistungskurse ist eine umfassende Wahlmöglichkeit von Bedeutung.“

Im Anschluss an die Diskussion konnten die Bürger dann gemeinsam mit der Politikerin auf das neue Jahr anstoßen und ihr die eine oder andere Anregung mit auf den Weg geben.

Quelle: op-online.de

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