Politiker-Versprechungen folgen keine Taten

Schulweg bleibt weiterhin böse Buckel-Piste

+
Kleine Grundschüler müssen zweimal die vielbefahrene Stettiner Straße überqueren, um zur Schule zu gelangen, weil sich niemand bemüßigt fühlt, den maroden Bürgersteig zu reparieren. Der Seniorenbeirat trug gesammelte Beschwerden älterer Mitbürger weiter. Allein: Es passiert jahrelang nichts. Auch jüngsten Versprechungen folgten bislang noch keine Taten.

Münster - Wie oft soll noch Gras über diesen Missstand wachsen? Bereits im Januar 2012 berichtete unsere Zeitung über die zu diesem Zeitpunkt bereits seit Monaten gesperrte Bürgersteig-Buckelpiste an der Stettiner Straße entlang des Geländes der John-F. -Kennedy-Schule. Von Thomas Meier

Eine Gefährdung nicht nur für Schulkinder, sondern auch für zahlreiche ältere Mitbürger, die sich bereits oftmals über den Seniorenbeirat bei der Gemeindeverwaltung und dem Kreis als Schulträger und Eigentümer des Areals beschwerten. Ohne Erfolg, wie man heute noch unschwer erkennen kann.

Im Februar 2013 besuchte Landrat Klaus Peter Schellhaas eine Gemeindevertretersitzung, nahm zuvor gar den Brennpunkt in Augenschein. Für den Kreis sei eine denkbare Lösung, den Gehweg an der Schule einzuzäunen und ein Tor zu errichten, damit die Schüler direkt aufs Schulgelände gelangen könnten.

Doch der Gemeindevorstand war mit dieser Lösung nicht glücklich. Wie Bürgermeister Walter Blank erklärt, habe man angeboten, der Kreis solle den Gehweg, der einst mit den Bäumen bepflanzt wurde, die heute für die Pflasterschäden verantwortlich sind, herrichten. Saniert solle er ihn sodann an die Gemeinde übertragen. Die Sanierungskosten in Höhe von rund 140.000 Euro, so Blank, wolle man sich mit dem Kreis teilen.

Schellhaas, der sehr wohl beim Ortstermin versicherte, die Brisanz in der doch nicht wenig befahrenen Straße erkannt zu haben, versprach bei seiner Visite im Februar, er werde sich kümmern. Vielleicht gebe es ja außer Einzäunung oder avisierter Sanierung noch eine dritte Lösung. Man arbeite daran.

Unsere Nachfrage bei der Gemeinde Münster ergab, es gäbe nichts Neues zu berichten. Man sei immer noch bereit, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen. Blank: „Wir warten auf die Antwort aus dem Landratsamt“, sagt der Bürgermeister.

Und aus dem Kreisamt war nur zu erfahren, dass es noch zu keinem Ergebnis bei der Problemlösung gekommen sei. Man werde informieren, sobald ein Weg gefunden sei.

Solange bleibt der Missstand. Und wir bleiben dran.

Quelle: op-online.de

Kommentare