Dem Regen getrotzt

Sehenswertes beim Hauptstraßenfest in Altheim 

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Altheim - Auf die Hauptstraße in Altheim strömte es ziemlich permanent. Nicht etwa Gäste, sondern der Regen. Dennoch ließen sich Altheims Bürger nicht davon abhalten, das beliebte und nunmehr seit 25 Jahren stattfindende Ortskernfest zu besuchen. Von Peter Panknin 

In einer überdachten Toreinfahrt gab es Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen, in einer Scheune waren schöne Oldtimer zu betrachten. Gemeint sind natürlich Autos, wie zum Beispiel der in makellosem Weiß glänzende MG-A, ein Cabriolet, 1959 gebaut in britischer Sportwagen-Tradition, mit 90 PS (66,2 kW) aus 1600 ccm unter der Haube und roten Polstern im Inneren. Gelenkt wurde das Fahrzeug mit einem schön gemaserten Holzlenkrad, natürlich ohne Airbag. Alltagstauglicher waren da schon der Renault 4 aus französischer Produktion oder der Ford Taunus 12 M Made in Germany, die ebenfalls ausgestellt waren.

Der Regen legte immer wieder mal eine Pause ein und bot so den Kindern des Kindergartens Altheim die Gelegenheit, ihren Gesang und den Ringeltanz vor dem Publikum zu präsentieren. Zur Belohnung gab es nach der Darbietung Eis für die Kinder und eine Spende der Hauptstraßengemeinschaft für den Kindergarten. Den kleinen folgten die etwas größeren Kinder aus der Regenbogenschule. Sie beeindruckten nicht nur mit einem Tanz, sondern auch mit einem vorgetragenen Lied. Das Besondere daran war die Begleitung mit Plastikbechern, die von zwei Kindern sehr rhythmisch in an Hütchenspiele erinnernde Art und Weise auf das Pflaster der Hauptstraße geklopft wurden. Unterstützt hat das Ganze Angela Müth mit ihrer Gitarre. Bevor sich die Kinder nun endgültig in die Ferien verabschiedeten, konnten sie noch Eis für alle und eine Spende für die Schule entgegennehmen.

Ein Trupp der Jugendfeuerwehr Altheim hatte extra seine Anwesenheit bei den Kreisjugendfeuerwehrtagen in Darmstadt unterbrochen, um sich und die Wehr beim Fest zu präsentieren. Aufgrund des vielen Wassers von oben war aber das Spritzen auf das Holzhäuschen nicht so gefragt. Stattdessen übten sich einige Kinder im Kegeln. Dazu mussten Schläuche geworfen werden, die durch das dabei entstehende Abrollen mit Wasser gefüllte Plastikflaschen umwerfen sollten. Die vom TSV aufgebaute Torwand lockte auch nicht sehr viele Kinder an, denn den Kleinen fehlte es noch an der nötigen Schusskraft mit dem Fuß. Der eine oder andere nahm die Hände zu Hilfe und schob den Ball durchs Loch in der Wand. Beliebter war die „Süßigkeiten-Wurfmaschine“, die, wenn man den Auslöser mit einem geworfenen Tennisball getroffen hatte, Naschwerk zurückwarf. Das musste natürlich aufgefangen werden, was für eine besondere Überraschung sorgte, denn die mit Schokolade überzogenen Schaumköpfe waren nicht besonders Grifffest. Mit Rücksicht auf ihre Instrumente kündigte die Rhythmusgruppe ihren Auftritt im dafür geöffneten ARThaus an. Unter Anleitung von Carsten Schubert ließen die Aktiven der Gruppe ihre afrikanischen Trommeln dröhnen, sodass diese auch auf der Straße deutlich zu vernehmen waren.

Hauptstraßenfest in Altheim: Fotos

„Dash Dance“ ist der Name einer Tanzgruppe um Linda Raute, die mit ihrer gezeigten Tanzperformance so viel Jubel bei den Zuschauern jeglicher Altersklassen bewirkte, dass sie gleich eine Zusage für einen Auftritt beim Hauptstraßenfest im kommenden Jahr erhielt. DJ Tobi hatte sich bis dahin zurückgehalten, sorgte dann aber für gute Unterhaltung der Gäste, die sich mittlerweile wieder unter die Zeltdächer zurückgezogen hatten, aber noch längst nicht den Heimweg angetreten wollten.

So ein Regen hindert halt keine gute Ortsgemeinschaft am kräftigen Feiern.

Quelle: op-online.de

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