Von Seidentüchern und Haien

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Stolz zeigen die Schülerinnen, was sie beim Schulprojekt „Seidenmalerei – leicht gemacht“ gelernt haben. Bis aus einem weißen Stück Seidenstoff solche wunderschönen Tücher werden, braucht es Geduld, Kreativität und Fingerspitzengefühl.

Münster ‐ Wie schafft man es, über 900 Schüler dazu zu bringen, begeistert in der Schule an einem Thema zu arbeiten? Ganz einfach: Man veranstaltet eine Projektwoche, in der anspruchsvolle Aufgaben in 38 verschiedenen Bereichen auf die Kinder warten. Von Jasmin Frank

Von Themen wie „Haie – Bestien der Meere?“ über „Malen wie Friedrich Hundertwasser“ bis hin zu „Tanz & Aerobic“ war für jeden Geschmack etwas dabei. Währenddessen wird im Gang geschlemmt: Das Projekt „Das perfekte Auedinner“ hat alle Hände voll zu tun, denn die köstlichen Delikatessen nehmen reißenden Absatz.

„Ich koche normalerweise nie und wollte mal etwas Neues ausprobieren. Kochen ist einfacher, als ich gedacht habe, aber man muss seine Zeit gut einplanen und immer bei der Sache bleiben“, erzählt Denis. Der 16-Jährige richtet verschiedene Vorspeisen an und verkauft sie. Sein Lehrer, Marcus Held, hat auch schon probiert und ist zufrieden: „Uns in der Gruppe hat es allen gut geschmeckt. Hauptsache aber ist, dass die Kinder nicht nur das Kochen gelernt haben, sondern auch, wie man mit dem Geld haushalten kann.“

Neuntklässler in der Welt unterwegs

Die Gruppen für Vor-, Haupt- und Nachspeise hatten nämlich alle nur jeweils 75 Euro zur Verfügung, was nicht nur für ihre Menüs, sondern auch noch für die Präsentation am vergangenen Donnerstag reichen musste.

Aber nicht alle Kinder konnten an diesem Tag ihr Können unter Beweis stellen, denn die neunten Klassen nutzten die Woche, um die Welt zu erkunden und waren unterwegs in der Schweiz, in Polen, in den USA, in England und in China.

Wer zu Hause geblieben war, konnte sich hingegen künstlerisch entfalten. Besonders galt das für einige Mädchen, die gemeinsam mit einem Jungen das Projekt „Seidenmalerei – leicht gemacht“, ausgewählt hatten. Ein ganzer Schulraum war in bunte Farben getaucht, denn nicht nur auf den Tischen, auch an den Wänden hingen die prächtig gestalteten Tücher der Kinder. „Das ist gar nicht so einfach, so ein tolles Halstuch zu machen“, verrät die zwölfjährige Meike und ihre Freundin Maria erklärt, wie es geht: „Erst werden die Tücher angefeuchtet, dann werden sie gezupft oder mit Gläsern abgerollt und dann gibt man auf die entstandenen Unebenheiten die Farbe mit einem Pinsel oder einer Pipette. Darauf kommt dann Salz und schließlich wird alles getrocknet.“

Quelle: op-online.de

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