Selbst Weltmeister unter Geehrten

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Von wegen Fußball ist nichts für Frauen: Die C-Juniorinnen des FSV wurden Vize-Hessenpokal-Sieger, Regional-Pokalsieger und Regional-Hallenmeister. Vollansicht

Münster - Bei der Einwohnerzahl strebt Münster durch seine Baugebiete nach Höherem. Dem stehen die Sportler der Gemeinde in nichts nach. Von Michael Just

Bei der Sportler- und Bürgerehrung am Mittwochabend in der Kulturhalle schüttelten Bürgermeister Walter Blank und Günter Willmann, Vorsitzender der Gemeindevertretung, fast 100 Personen die Hände für deren außerordentlichen Leistungen im Bereich Sport, Tierzucht und Musik.

Und das waren nur jene, die auf hessischer und deutscher Ebene erster oder zweiter wurden. Wären die erfolgreichen Sportler auf Kreis- und Bezirksebene noch dabei, wäre die Kulturhalle wohl aus allen Nähten geplatzt. Sowohl Blank als auch Willmann lobten das Ehrenamt, das Lebensqualität in Münster erhalte und ohne das alles ärmer und kälter sei.

Sportler und Vogelzüchter

Zu Beginn stand Bettina Kreis-Stenglein von den Handballern des TV 1898 im Mittelpunkt. Seit 27 Jahren fungiert sie bereits als Trainerin und Organisatorin. Dafür gab’s die Ehrenplakette der Gemeinde. Mädchen-Power brachte der FSV auf die Bühne: Die Fußballerinnen der D- und C-Junioren räumten regional so ziemlich alles ab, was Meisterschaften und Pokalspiele angeht. Ebenfalls zum FSV gehören die Jugendringer Eric Stanik, Sebastian März und Pascal Galoppo. Sie wurden hessischer Landes- und Vize-Meister in ihren Disziplinen.

Dass beim TV Münster erfolgreich getanzt wird, ist nichts Neues: So standen die Gruppen Novita, Flexible Legs und Arabesque erneut beim Hessen-Cup DTB Dance als erste und zweite in den jeweiligen Altersklassen auf den Treppchen.

Die erfolgreichen Münsterer Vogelzüchter haben in ihren Reihen Weltmeister, Bundes- und Landessieger.  Vollansicht

„Münster, deine Vogelzüchter“ – diese Rubrik schreibt stets ein eigenes Kapitel. Deutsche Meister, Bundessieger oder Landesverbandsmeister reihten sich erneut vielfach aneinander. Mit Klaus Rupp war sogar ein Weltmeister dabei. Europa-Gruppensieger wurde Andreas Conrades.

Ebenfalls auf europäischer Ebene mischte Marco Schmidt vom Verein Radsport mit: Er wurde dritter beim Einrad-Downhill. Carsten Schmidt freute sich über mehrere Deutsche Meistertitel im IUF-Slalom. Auf eine starke Jugend blickt der VfL: Hier resultierten 2011 beim Schüler-Duathlon zahlreiche Hessen-Einzel- und Mannschaftstitel. Kegler aller Altersklassen von der DJK Blau-Weiss bestimmten mit ersten und zweiten Plätzen die DJK-Bundesmeisterschaften.

Auch Jugendorchester geehrt

Geehrt wurden auch jene Sportler, die in Münster wohnen, aber aufgrund besserer Perspektiven für andere Vereine starten. Das waren Patrick Serrer (Kegeln, TSV Ginnheim, Hessenmeister A-Jugend-Mannschaft), Alina Dollheimer (Kegeln, SKC Mörfelden, deutsche Meisterin Mannschaft), Arice Frieß (Schießsport, AS Hanau, deutsche und hessische Meisterin), Desiree Czajkowski (Tischtennis, NSC Watzenborn, hessische Meisterin Damen-Doppel), Günter und Boris Gleitsmann (Leichtathletik, MTV Urberach, Hessenmeister im Diskus, Kugelstoßen und Hochsprung). Ebenfalls wieder erfolgreich: die Fechter-Familie Meszaros. Für den Darmstädter Fecht-Club startend, schafften die 14-jährigen Geschwister Noemi und Maximilian den Hessentitel im Degenfechten, dazu feierte Noemi den deutschen Vizemeistertitel. Zu Ehren kam auch das Jugendorchester des Musikvereins: Es holte den ersten Platz beim Hessen-Wettbewerb für Jugendblasorchester.

Zwischen den Ehrungen gab es drei Vorführungen vom Verein Radsport und den Bodenkürturnerinnen des TV 1898. Mit den Ehrungen waren sie eine eindrucksvolle Demonstration dessen, was Münsterer Vereine leisten. Dass der Gemeinde ihre Sportler etwas wert sind, bewies die Organisation des Abends, bei der die Musiker der Freiwilligen Feuerwehr Altheim aufspielten und die Gemeinde alle Getränke übernahm. Dass das nicht selbstverständlich ist, lässt sich in der Nachbarschaft sehen: In vielen Städten und Gemeinden fiel die Sportlerehrung dem Rotstift zum Opfer.

Quelle: op-online.de

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