Senio wählt neuen Vorstand

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Alois Macht, neuer Vorsitzender der Verbandsversammlung (links), vereidigt Bürgermeister Achim Ruppert als Vorstandsvorsitzenden des Senio-Verbandes. In der Mitte Rupperts Amtsvorgänger, Münsters Bürgermeister Walter Blank.

Münster (bea) - Haupttagesordnungspunkt der ersten Senio-Verbandsversammlung nach den Kommunalwahlen im März waren die Wahlen des Vorstandes. Von Ulrike Bernauer

Zahlreiche neue Vertreter waren in die Versammlung eingezogen, aber auch einige neue Gesichter konnte man am Dienstagabend im Sitzungssaal des Münsterer Rathauses sehen.

„Es reicht“, hatte sich der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Walter Blank, gesagt und folglich kandidierte er nicht mehr für den Posten. Vorgeschlagen wurde Groß-Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert, der von der Verbandsversammlung einstimmig gewählt wurde. Diese Einstimmigkeit, in der Senio-Versammlung ein eher seltenes Phänomen, herrschte an diesem Abend für alle Wahlgänge. „Für dieses Gremium gibt es nicht gerade ein Überangebot an Bewerbern“, so Ruppert nach seiner Vereidigung, „aber es ist uns gelungen, alle Posten zu besetzen.“

Neu ist auch der stellvertretende Vorsitzende. Mit Wilfried Speckhardt, Bürgermeister von Fischbachtal, zog ein Vertreter einer Gemeinde ein, die kein eigenes Pflegeangebot anbieten kann, jedoch schon Ansprüche angemeldet hat.

In den Vorstand wurden auch altbekannte Gesichter gewählt. Dabei ist wieder Albert Henrich aus Groß-Zimmern, er begleitet die Senio von Anfang an. Auch Dr. Wolfgang Schmidt aus Reinheim ist schon seit den Sturm- und Drang-Tagen dabei. Norbert Hornung, der keine Gemeinde vertritt, dafür seinen finanzpolitischen Sachverstand beisteuert, war ebenfalls in der letzten Legislaturperiode im Vorstand. Neu im Vorstand ist Hans-Joachim Larem aus Eppertshausen, der allerdings nicht seine Gemeinde vertritt – bekanntlich würde Eppertshausen gerne aus dem Senio-Verband aussteigen – sondern als Vertreter des Landkreises in diesem Gremium sitzt. Ganz neu dabei ist Groß-Zimmerns Bürgermeister Achim Grimm, der zwar am Dienstag gewählt, aber noch nicht vereidigt wurde. Die Verbandsversammlung hatte an diesem Abend einer Erhöhung der Vorstandsmitglieder von sechs auf sieben zugestimmt, diese muss erst noch rechtskräftig werden.

Neu im Amt ist auch der Vorsitzende der Verbandsversammlung, gewählt wurde Alois Macht, Stadtrat in Groß-Umstadt. Diesen Posten füllte bis jetzt Horst Vollrath von der Gemeinde Otzberg aus. Die beiden Stellvertreterinnen von Macht sind Anna Schneider aus Reinheim und Gabriele Pauker-Buß.

Neuigkeiten konnte der Vorstandsvorsitzende Joachim Ruppert mitteilen. Die Eröffnungsbilanz des Verbandes befindet sich zurzeit in der Prüfung durch das Revisionsamt des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, sollen zügig die Prüfungen der Jahresabschlüsse 2008 und 2009 erfolgen.

Neue Perspektiven eröffnen sich für die vom Verband betriebene Altenpflegeschule. Sie soll in Kooperation mit der Krankenpflegeschule im Jahr 2014 neue Räumlichkeiten im geplanten Ärztehaus an der Umstädter Kreisklinik beziehen. „Es ist heute schon schwierig, qualifizierte Fachkräfte für Pflegeheime zu finden“, erklärte Ruppert, „umso wichtiger wird in Zukunft die Ausbildung des Nachwuchses.“

Der Neubau des Pflegeheimes im Wohngruppenmodell schreitet voran. Der Rohbau ist inzwischen fertig gestellt und abgenommen. Gearbeitet wird zurzeit an den Fenstern, an der Haustechnik, wie Wärmeversorgung, lufttechnische Anlagen, Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, sowie am Dach. „Für die Gewerke Starkstromanlagen und Fernmeldeanlagen erfolgt derzeit die Baustelleneinrichtung“, erklärte Ruppert, „und damit rückt das Ziel, das Kleeblattmodell aus modernen Pflegeheimen in Reinheim, Groß-Zimmern, Münster und Groß-Umstadt, endlich näher.“

Quelle: op-online.de

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