Sich mal fühlen wie ein Feuerwehrmann im Qualm

+
Ob Einsatz im völlig verqualmten Zelt oder am brennenden Fahrzeug: Die Freiwillige Feuerwehr Münster demonstrierte ihre Schlagkraft eindrucksvoll. Das Publikum wurde dabei mit einbezogen, durfte sich in der „Räucherbude“ von der Gefahr des Qualms überzeugen und sich mit der Rettungsschere am Unfallauto ausprobieren.

Münster (ej) ‐ Zum 30. Mal feierte die Freiwillige Feuerwehr Münster am Wochenende ihr traditionelles Oktoberfest. Und sie nutzte es nicht nur dazu, bayrische Gemütlichkeit zu verströmen, sondern stellte auch ihre Schlagkraft mit mehreren Demonstrationen eindrucksvoll unter Beweis.

Der Sonntag sei mehr als „Tag der offenen Tür“ gedacht gewesen, teilte Pressesprecher Oliver Holzbauer mit. Er bot ausreichend Gelegenheit, die Fahrzeuge der Feuerwehr kennen zu lernen und den 32 Meter hohen Teleskopmast, an dem eine Schleifkorbtrage befestigt war, zu bestaunen. Die Trage dient zur Rettung von Personen aus unzugänglichen Gebäuden oder Standorten.

Plötzlich drang aus einem Zelt bedrohlich viel Rauch. Wer dachte, die Feuerwehr müsse nun wirklich vor der eigenen Haustüre zum Einsatz kommen, wurde von derselben schnell beruhigt: „Hier drinnen können die Besucher einmal nachvollziehen, wie sich ein Feuerwehrmann in einem rauchgefüllten Raum fühlt“, erklärte Zugführer Reiner Bader. So richtig echt, also beißend und stinkend, war dieser Rauch glücklicherweise nicht: Es handelte sich lediglich um Dunst aus einer Nebelmaschine, welche in Diskotheken eingesetzt werden.

In weiteren Aktionen konnten die Besucher Feuerlöscher ausprobieren und ein altes Auto zerschneiden. Mit einer überdimensionalen Schiffschaukel demonstrierte das Technische Hilfswerk Groß-Umstadt, zu welchen Bauten es über den Katastrophenfall hinaus in der Lage ist. Was draußen besonders die kleinen angehenden Feuerwehrmänner faszinierte, stellte im Gerätehaus überwiegend die großen Gäste hochzufrieden.

Quelle: op-online.de

Kommentare