Sortiments-Schau an der Landesstraße

+
Die Landesstraße L 3095 zwischen Münster und Eppertshausen (im Hintergrund) könnte nach den Plänen der beiden Gemeinden samt der jeweiligen Gewerbevereine im nächsten Jahr zur „Gewerbemeile“ werden.

Münster/Eppertshausen - Neue Wege wollen Münster und Eppertshausen bei der Präsentation heimischer Betriebe beschreiten: Bis Ende Mai nächsten Jahres wollen die beiden Gemeinden mit Unterstützung der jeweiligen Gewerbevereine eine Aktion mit dem Namen „Gewerbemeile – im Herzen der Region“ auf die Beine stellen. Von Alexander Klug

Entlang der dafür eigens gesperrten Landesstraße L 3095 sollen die Firmen Produkte und Dienstleistungen präsentieren können; die Strecke ist „von Kirchturm zu Kirchturm“ 1,6 Kilometer lang. Ausgeheckt haben die Idee die neue Münsterer Wirtschaftsfördererin Nicole Uhrich und der Eppertshäuser Bürgermeister Carsten Helfmann. „Vor etwa drei Monaten haben wir uns zum ersten Mal über ein neues Konzept unterhalten“, sagt Nicole Uhrich.

Sie will mit dem Projekt im Wesentlichen ortsansässigen Gewerbebetrieben eine bessere Plattform bieten, „aber auch Firmen aus der Region sollen sich darstellen können“, führt die Gemeindemitarbeiterin aus. Mit der Initiative möchte sie außerdem die regelmäßig, etwa im Gemeindeparlament geäußerte Kritik entkräften, die die Unterstützung der örtlichen Wirtschaft zu schwach im Rathaus verankert sieht, erläutert sie.

Was die Größenordnung angeht, haben die Organisatoren ein paar Zahlen notiert: „Wir peilen rund 100 Stände an der Landesstraße an“, meint Nicole Uhrich. Über die ungefähren Vorstellungen, wie viele Firmen teilnehmen sollen, informiert Carsten Helfmann: „Das derzeitige Budget sieht vor, dass mindestens 60 örtliche und 20 überörtliche Gewerbetreibende dabei sind“, meint der Eppertshäuser Verwaltungschef. Die Differenz zu den 100 anvisierten Ständen entstehe durch Vereine, die ebenfalls ins Konzept einbezogen werden sollen, ergänzt Nicole Uhrich.

Prinzipiell sei sie optimistisch, dass etwas aus der Aktion werde. „Das hängt natürlich davon ab, wie viele Betriebe wir für die Idee begeistern können“, sagt Uhrich. Über die Kosten für die Gemeinde will sie zu diesem frühen Zeitpunkt der Planungen noch nichts sagen. „Wir schauen jetzt ersteinmal, ob die schöne Idee überhaupt in der Praxis umsetzbar ist“, meint die Wirtschaftsfördererin.

Begeisterung von allen Seiten

Die Spitzen der beiden Gewerbevereine zeigen sich von der Idee positiv angetan: „Das Konzept gefällt uns und wir sind optimistisch, dass das klappt und gut wird“, meint die Münsterer Gewerbevereins-Chefin Annelore Oestreicher. Sie hofft, für die Aktion zwischen 30 und 40 der insgesamt 65 Münsterer Vereinsmitglieder mobilisieren zu können. „Wir müssen halt schauen, wie wir die Ausgaben zum Beispiel für Strom, Wasser, Werbung und Verköstigung der Besucher ausgleichen“, meint die Betreiberin eines Elektroartikelgeschäfts am Rathausplatz. „Das kostet sicher eine Menge Geld.

Auch am anderen Ende der Landesstraße stößt die Idee auf Begeisterung: „Das wird bestimmt eine schöne Aktion“, sagt Regina Feldmann. Sie führt zusammen mit Michael Wildhirt den Eppertshäuser Gewerbeverein. Die ursprünglich am Radweg zwischen den beiden Orten geplante Aktion sei an der Landesstraße gut aufgehoben, meint die Vereinschefin. „Trotz der Neckereien gibt es zwischen den beiden Gemeinden zahlreiche Verbindungen. Viele Eppertshäuser Kinder gehen in Münster zur Schule, es gibt Bekanntschaften und Freundschaften“, erläutert die Eppertshäuserin. Sie hofft auf 20 bis 30 Unternehmen unter ihren 86 Mitgliedern, die bei der Gewerbemeile mitmachen.

Die Kooperation der Gemeinden soll noch weitere Projekte umfassen: Zum Beispiel soll es zwei Netzwerk- und Informationsabende im Jahr abwechselnd in Münster und Eppertshausen geben. Dazu wollen die Gemeinden Referenten für Vorträge zu aktuellen Themen einladen – die Premiere ist für September geplant, kosten soll das Angebot nichts.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare