Spanien-Bezug ist stets gewährleistet

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Bei einem Probenwochenende in der Gersprenzhalle verfeinerte der Musikverein Münster nun das Vortragen der Stücke für das Konzert am 1. Dezember.

Münster - Eine Befürchtung muss der Musikverein 1914 Münster vor dem 1. Dezember kaum hegen: dass seine Musiker von Jugendorchester und großem Orchester beim festlichen Konzert (Beginn 19.30 Uhr) in eine leere Münsterer Kulturhalle schauen.

„Die Wand bleibt drin, so dass circa 500 Leute hineinpassen“, sagt Alina Dollheimer, zusammen mit Alena Bell verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Bringt jeder Aktive an diesem Abend nur fünf Angehörige mit, würde das Haus bereits aus allen Nähten platzen: Denn mehr als 100 Musiker sollen den Abend zu einem unvergesslichen machen.

Am Samstag und Sonntag widmete der Musikverein, der 2014 sein 100-jähriges Bestehen feiert, dem Höhepunkt des Jahres ein Probenwochenende - zusätzlich zu den regulären Terminen, an denen die beiden Orchester üben. Das Einstudieren der Stücke am Wochenende in der Gersprenzhalle nahmen viele, gleichwohl nicht alle aktiven Mitglieder wahr: Insgesamt besteht das Jugendorchester (Dirigent: Matthias Jäger) aus 60, 70 Personen, das große Orchester (Dirigent: Piotr Konczewski) mit Musikern von Anfang 20 bis Mitte 70 aus 40, 50 Leuten. Auf wie vor der Bühne ist für den 1. Dezember also kein Leerstand zu befürchten.

Das festliche Konzert

Das festliche Konzert schließt beim Musikverein Münster ein Jahr mit Frühjahrsmatinee, der Veranstaltung Music & Coffee, Ausflügen und weiteren Aktivitäten ab. „Zum dritten Mal stellen wir das Konzert unter ein bestimmtes Motto“, erläutert Bell. Bisher widmete man sich einmal dem Thema Amerika, einmal der Filmmusik. Diesmal ist Spanien an der Reihe. Stücke wie „Boléro“, in Maurice Ravel gleichwohl von einem Franzosen komponiert, werden an diesem Samstagabend ebenso in den Ohren klingen wie einer der jüngsten Chart-Erfolg, „Ai Se Eu Te Pego“ von Michel Teló, seines Zeichens Brasilianer. Das Jugendorchester pickt sich zudem - neben weiteren Stücken - ein Medley aus dem Film „The Mask of the Zorro“ mit Antonio Banderas heraus. Der Spanien-Bezug ist bei genauerer Prüfung allerdings gewährleistet.

Das gilt auch für die Bewirtung in der Halle. Die Mitglieder des Musikvereins wollen mit Paella verwöhnen und könnten sich damit wohltuend von der sonstigen einfallslosen Kultur-Event-Gastronomie mit faden Käsestangen und selten knusprigen Brezeln abheben. „Auch die Dekoration wird an Spanien erinnern“, blickt Dollheimer auf das Konzert voraus. Inklusive der Pause soll es rund drei Stunden Schmeichelei fürs Gehör geben. Auf externe Solisten und Gesang verzichten die Orchester diesmal. Die Generalprobe tags zuvor ist nicht öffentlich.

Halle noch einmal mietfrei nutzen

Die Halle darf der Verein in diesem Jahr noch einmal mietfrei nutzen. Die Eintrittspreise fallen entsprechend moderat aus: Sie betragen im Vorverkauf zehn Euro (acht Euro ermäßigt) und an der Abendkasse zwölf Euro. Karten kaufen kann man vorab im Münsterer Schreibwaren-Haus und bei Uhren Heckwolf. Zudem könnten bei Ticketwünschen alle Vereinsmitglieder angesprochen werden, so Dollheimer und Bell. 

jd

Quelle: op-online.de

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